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Wowereit: Schulen in Problemkiezen jedwede mögliche Hilfe geben

Pressemitteilung vom 31.03.2006

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, erklärt zu den Vorgängen an der Rütli-Schule in Berlin-Neukölln:

„Das Beispiel der Rütli-Schule wirft von neuem die Frage nach der Zukunftsfähigkeit der Hauptschule auf. Deswegen besteht grundsätzlicher Diskussionsbedarf, ob die kombinierte Haupt- und Realschule oder auch die Gesamtschule bessere Lösungen der Probleme anbieten können.

Ungeachtet dieser grundsätzlichen Fragestellung ist es notwendig, den einzelnen Schulen an den sozialen Brennpunkten jedwede nur mögliche Hilfestellung zu geben. Dazu gehört u.a. auch, dass die Schulaufsicht verstärkt ihre Beratungsfunktion wahrnimmt. Mittelfristig muss durch organisatorische Maßnahmen auch dafür gesorgt werden, dass an diese Schulen neue Lehrer kommen, die sich gut ausgebildet und motiviert den Anforderungen stellen.

Einsätze der Polizei sind höchstens punktuell von Nutzen, können aber keine Dauerlösung sein. Die Probleme der Schule sind Ausdruck der Probleme in der Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund müssen bildungspolitische Konzepte darauf zielen, alle Beteiligten zur Lösung heranzuziehen und diese Anstrengungen zu koordinieren. Insbesondere die Eltern müssen mit einbezogen werden, die Quartiersmanagements müssen sich auf die Problematik stärker konzentrieren, und wir brauchen nicht zuletzt mehr Ausbildungsplätze und bessere Zukunftsperspektiven für die Jugendlichen.

So ernst die Situation an der Rütli-Schule ist, so sehr müssen wir uns vor Pauschalisierungen hüten. Ich bin froh sagen zu können, dass es in Berlin auch zahlreiche Beispiele guter und nachhaltiger Problemlösungen gibt.“

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