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Senat schafft mit einem Gesetz die Voraussetzungen zur Einführung des flächendeckenden Mammographie-Screenings in Berlin

Pressemitteilung vom 28.02.2006

Aus der Sitzung des Senats am 28. Februar 2006:

Der Senat hat dem von der Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz, Dr. Heidi Knake-Werner, vorgelegten Gesetzentwurf zur Schaffung der landesrechtlichen Voraussetzungen für das Programm zur Brustkrebsfrüherkennung durch Mammographie-Screening zugestimmt. Der Gesetzentwurf wird jetzt beim Abgeordnetenhaus eingebracht.

Die Diagnose Brustkrebs wird in Deutschland pro Jahr bei rund 47.500 Frauen gestellt. Brustkrebs ist damit die häufigste Krebserkrankung der Frauen. Besonders häufig sind Frauen im Alter von über 50 Jahren betroffen. Brustkrebs kann aber heute mit größerem Erfolg als früher behandelt werden. Eine frühzeitige Erkennung ermöglicht schonendere Behandlungsmethoden und erhöht die Aussicht auf dauerhafte Heilung.

Das Mammographie-Screening-Programm ist ein qualitätsgesichertes Früherkennungsangebot, das sich an alle Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren richtet. In Berlin leben rund 430.000 Frauen dieser Altersgruppe. Sie könnten die Mammographie, eine Röntgenuntersuchung der Brust, als Vorsorgeuntersuchung in regelmäßigen Abständen von zwei Jahren in Anspruch nehmen. Dazu werden künftig die Frauen auf der Grundlage von Angaben aus dem Melderegister regelmäßig alle zwei Jahre persönlich angeschrieben und eingeladen. Dafür ist eine eigens zu diesem Zweck von den Krankenkassenverbänden in Berlin und der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz errichtete Zentrale Stelle zuständig. Diese Stelle wird alle anspruchsberechtigten Berlinerinnen zur Teilnahme am Mammographie-Screening einladen. Mit dem Gesetz erhält die Zentrale Stelle die landesrechtliche Grundlage, dafür Angaben aus dem Berliner Melderegister entsprechend den datenschutzrechtlichen Anforderungen zu verwenden.

Seitens des Senats sind damit die Voraussetzungen für die zügige Einführung des flächendeckenden Mammographie-Screenings in Berlin geschaffen worden.

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Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz
Telefon: 9028-2743
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