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Bebauungsplan für ehemaliges Fernsehfunk-Gelände in der Entwicklungsmaßnahme „Berlin-Johannisthal/Adlershof“

Pressemitteilung vom 28.02.2006

Aus der Sitzung des Senats am 28. Februar 2006:

Der Senat hat auf Vorlage von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer beschlossen, den Entwurf des Bebauungsplanes XV-51a für einen Bereich der Entwicklungsmaßnahme „Berlin-Johannisthal/Adlershof“ dem Abgeordnetenhaus zur Beschlussfassung vorzulegen.

Der Bebauungsplan, der einen Geltungsbereich von 22,4 ha umfasst, überplant das Gelände südöstlich des S-Bahnhofs Adlershof und hat zum Ziel, die Voraussetzungen für den Ausbau des Standorts als Medien- und Kommunikationszentrum zu schaffen.

Das Gebiet ist vor allem durch das ehemalige Produktions- und Verwaltungszentrum des Deutschen Fernsehfunks (DFF) geprägt. Hier sind TV-Studios, Synchronisationsstudios, Medienwerkstätten sowie in breitem Spektrum medienbezogene Gewerbebetriebe angesiedelt, überwiegend in sanierten Altbauten. Gegenwärtig befinden sich ca. 110 Betriebe auf dem Gelände. Wirtschaftlich unrentable Gebäude, die sich zudem in das städtebauliche Konzept nur schwer hätten integrieren lassen, wurden zwischenzeitlich beräumt. Das Gelände zwischen dem ehemaligen DFF-Standort und dem Bahndamm liegt überwiegend brach.

Für den heutigen Medienstandort werden Sondergebiete Medien festgesetzt, die vorwiegend den Zwecken von film-, fernseh-, video- und theaterbezogenen Produktions- und Betriebsstätten dienen. Der Bebauungsplan sichert die bestehenden Nutzungen und ermöglicht ergänzende Neubauten. An der Straße Am Studio (ehemals Agastraße) und entlang des Bahndamms werden Gewerbegebiete festgesetzt, die den Medienstandort ergänzen sollen.

Des Weiteren werden am S-Bahnhof Adlershof und entlang der Rudower Chaussee Kerngebiete festgesetzt, um durch die Ansiedlung von städtischen Handels- und Dienstleistungsbetrieben diese Hauptachse des Entwicklungsbereiches Johannisthal/Adlershof zu stärken. Großflächiger Einzelhandel wird ausgeschlossen.

Das Erschließungssystem wird an die veränderte Nutzung angepasst. Dies betrifft insbesondere die bereits ausgebaute Straße Am Studio sowie das dichte Netz ehemaliger Privatstraßen auf dem DFF-Gelände.

Mit dem Abschluss des Bebauungsplanverfahrens werden die Voraussetzungen geschaffen, größere zusammenhängende Teilbereiche nach weitgehender Durchführung der Entwicklung durch Aufhebungsverordnung aus dem besonderen Entwicklungsrecht zu entlassen.

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Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Telefon: 9012-5800
E-Mail: oeffentlichkeit@senstadt.verwalt-berlin.de