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Wowereit gratuliert Wolf Jobst Siedler

Pressemitteilung vom 17.01.2006

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat dem Berliner Verleger und Publizisten Wolf Jobst Siedler zu dessen heutigem 80. Geburtstag gratuliert.

Wowereit schrieb u.a.: “In einer Pressemeldung las ich unlängst ‘Wolf Jobst Siedler gilt als ein Grandseigneur unter den deutschen Verlegerpersönlichkeiten, die ihre Arbeit ‚nicht nur als Beruf und Brotarbeit‘, sondern als Auftrag und Berufung auffassen.’ Das gilt nicht nur für den Verleger, das gilt gleichermaßen für den Journalisten und Publizisten Wolf Jobst Siedler. Damit ist vielleicht das Spektrum Ihres literarischen Wirkens umschrieben, dass des Bürgers bei weitem nicht. Sie sind – heute darf man das vielleicht sagen – ein ‘alter’ Berliner und das meint auch einer von altem Schrot und Korn. Sie lieben Ihre Stadt wie kaum ein anderer und Sie haben die Entwicklung Berlins so intensiv, hilfreich und kritisch begleitet, dass man mit Fug und Recht sagen kann, Sie haben diese Stadt mitgeprägt.

Das gilt nicht nur für das literarische Berlin, das gilt für die Stadt insgesamt. Von ihrer Architektur über politische Entwicklungen bis hin zur Kulturmetropole, um nur einige Facetten zu nennen, zu denen Sie sich mit großer Sachkunde äußerten. Dabei verloren Sie nie das Große und Ganze sozusagen die Welt aus den Augen. Das gilt für die ‘Welt, Kunst- und Kulturgeschichte’ ebenso wie für die Zeitgeschichte. Es ehrt Sie und zeichnet Sie aus, dass Sie sich dabei stets Ihre Unabhängigkeit bewahrten und nie den Lockungen der Politik auf Amt und Würden im politischen Tagesgeschäft nachgaben. Berlin, lieber Herr Siedler, hat umfangreichen Grund, Ihnen heute zu danken und ich tue dies für die Stadt und auch persönlich.

Sie haben einmal formuliert: ‘Von einem gewissen Augenblick an muss man sich fragen lassen, wozu man groß geworden ist.’ Ihr Lebenswerk, das, was Sie in und für Berlin geleistet haben, ist eine überzeugende Antwort. Vor fünf Jahren legten Sie den ersten Band Ihrer Memoiren ‘Ein Leben wird besichtigt’ vor, 2004 folgte der Band ‘Wir waren noch einmal davongekommen’. Zum 80. nun erscheint ‘Wider den Strich gebürstet’. Die Sammlung Ihrer Essays aus einem halben Jahrhundert wird belegen, wann immer Sie wider den Strich bürsteten, Sie taten es erfolgreich und vor allem zum Wohle Berlins.

Das soll noch lange so bleiben. Für das neue Lebensjahrzehnt wünsche ich Ihnen vor allem Gesundheit, Freude an und in Berlin sowie persönliches Glück.”
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