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5. Girls’ Day in Berlin am 27. April 2006: Weiblicher IQ für IT

Pressemitteilung vom 23.03.2006

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:

In Berlin findet am 27.04.2006 der 5. Girls’ Day für Mädchen der 5. bis 10. Klassen statt. Der Girls’ Day – Mädchen-Zukunftstag soll eine Trendwende in der Berufsorientierung von Mädchen einleiten. Mädchen sollen ermutigt werden, Ausbildungen in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen, aber auch Führungspositionen in Wirtschaft und Gesellschaft anzustreben. In den vergangenen vier Jahren haben in Berlin 21.000 Mädchen in 600 angebotenen Veranstaltungen die Möglichkeit genutzt, an Hand von praktischen Erfahrungen und persönlichen Gesprächen einen Eindruck zu erhalten, wie interessant diese Berufskarrieren sein können.

Harald Wolf, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen: „Mädchen und junge Frauen haben in Berlin einen Bildungsvorsprung, den sie noch zu wenig für ihre Karriere nutzen. Zwar ist die Mehrheit der Schulentlassenen mit Hochschulreife weiblich. In den zukunftsträchtigen technikorientierten Berufen und im höheren Management finden wir sie aber noch zu selten. Am Girls’ Day wollen wir Mädchen für technische Berufe und Führungskarrieren begeistern und den Unternehmen zeigen, welches Nachwuchspotenzial sich ihnen hier bietet.“

2006 ist das Jahr der Informatik, ein guter Anlass sich am Girls’ Day besonders mit Berufen in Informatik und Informationstechnologie zu beschäftigen. Diese Berufe sind zukunftsorientiert und bieten gute Aufstiegschancen sowie flexible Arbeitszeiten und -plätze. Das erleichtert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Dr. Harald Schrimpf, Vorstandsvorsitzender der PSI AG: „Als Hightech-Unternehmen setzt PSI auf motivierte Mitarbeiter, die sich für Spitzentechnologie und die Lösung komplexer Kundenanforderungen begeistern können. Diese Qualifikationen sind unabhängig vom Geschlecht. Deshalb möchten wir junge Frauen und Mädchen ermuntern, eine Laufbahn in der IT-Industrie einzuschlagen.“

Die Hugo-Gaudig-Oberschule in Tempelhof hat mit ihrem Roberta-Projekt einen Weg gefunden, insbesondere Mädchen durch den Bau und die Programmierung von Robotern für Technik zu begeistern. Anja Tempelhoff, die für das Projekt verantwortliche Lehrerin, sagt: „Roberta ist sehr gut geeignet, Mädchen an wissenschaftlich-technische Inhalte heranzuführen. Roboter bauen fasziniert und macht Spaß. Es fördert Kreativität, Sozialkompetenz und Kommunikationsfähigkeit. Die Mädchen erhalten damit neue Optionen für ihre spätere Ausbildung und Berufswahl. Die Botschaft der Roberta-Mädchen lautet: Technik macht Spaß und Mädchen sind natürlich dabei.“

Klaus Böger, Senator für Bildung, Jugend und Sport: „Obwohl Mädchen über eine mindestens so gute Schulbildung wie Jungen verfügen, schöpfen sie ihre Möglichkeiten nicht aus und entscheiden sich bei ihrer Studien- und Berufswahl zu einem Großteil immer noch für typisch weibliche Berufsfelder. Hier hilft nur gezielte schulische Förderung, Aufklärung und Motivation der Mädchen. Ein hervorragendes Beispiel für gelungene schulische Förderung ist das ‚Roberta-Projekt’ der Hugo-Gaudig-Oberschule in Tempelhof.“

Alle Beteiligten: Unternehmen, Schülerinnen, Schulen und Eltern sind aufgerufen, aktiv am Girls’ Day mitzuwirken. Fünf Wochen sind noch eine lange Zeit, um eine Veranstaltung im Unternehmen zu planen, einen interessanten Platz auf der Aktionslandkarte [[http://www.girls-day.de|www.girls-day.de]] zu suchen und den Aktionstag im Unterricht und zu Hause gut vorzubereiten. Auch in diesem Jahr wird wieder ein Preis ausgelobt für Schulen, die sich besonders für den Girls’ Day engagieren. Das Preisgeld für die ersten drei Plätze beträgt 500, 300 und 150 Euro. Mehr Informationen dazu gibt es bei der Landeskoordinierungsstelle bei LIFE e.V. (Tel.: 308798-12 und 308798-27).

Rückfragen:
Christoph Lang
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