Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

Wie aus Wissen Arbeit wird III – Kompetenzfeld Optische Technologien: Optik schafft Perspektive für Wachstum und neue Jobs

Pressemitteilung vom 17.03.2006

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:

Berlins Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Harald Wolf, besuchte heute erfolgreiche Unternehmen der Optischen Technologien in Adlershof. Optik zählt heute zu den innovativsten Technologien in den modernen Industriegesellschaften. Nach der Devise „Aus Wissen Arbeit schaffen“ fördert der Senat in Berlin gezielt fünf Kompetenzfelder, die überdurchschnittliche Wachstumsraten aufweisen, durch eine mit den Beteiligten in Wirtschaft und Wissenschaft abgestimmte Innovationsstrategie – darunter auch die Optischen Technologien.

Vom CD-Player bis zum Einsatz in der Raumfahrt, von der minimalinvasiven Chirurgie bis zur superschnellen Datenübertragung im Internet reicht die technische Nutzung des Lichtes. Optik ist eine Querschnittstechnologie (enabling technology), die direkt an Entwicklung und Herstellung innovativer Produkte beteiligt ist. Schon heute hängen rund 16 Prozent der Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe mittelbar oder unmittelbar von Optischen Technologien ab.

Die Optik-Branche ist in der Hauptstadtregion gut aufgestellt. In Berlin und Brandenburg gibt es in dieser Branche rund 270 Unternehmen mit rund 8400 Arbeitsplätzen und einem Umsatz von rund zwei Milliarden Euro pro Jahr. Dazu kommen noch einmal 3.500 Arbeitsplätze in Forschung und Lehre. Die Unternehmen in der Region erzielen überdurchschnittliche Umsätze pro Beschäftigten. Der Branchenverband Spectaris prognostiziert den Herstellern von Lasern und Optischen Komponenten bis 2010 ein Wachstum von rund 10 Prozent pro Jahr.

Der Berliner Masterplan Optik, dessen Umsetzung vom regionalen Kompetenznetz Optec-Berlin-Brandenburg (OpTecBB) koordiniert wird, setzt unter anderem folgende Ziele für die Region:

• Förderung von Leuchtturmprojekten von nationaler und internationaler Ausstrahlung die zukünftig wirtschaftliche Effekte für die Region erwarten lassen. Dazu gehören zum Beispiel „terabitoptics“ und „Berlin Access“ (superschnelles Internet der Zukunft mit großer Bandbreite jenseits von DSL durch optische Datenübertragung). In diesem Bereich geht es darum komplette Wertschöpfungsketten aufzubauen – von der Grundlagenforschung bis zur Massenproduktion von Einzelkomponenten.

• Die Ausgründung und Ansiedlung neuer Unternehmen im Umfeld vorhandener Schwerpunkte soll gezielt gefördert werden.

Senator Wolf dazu: „Die Optischen Technologien sind national und international als Schlüsseltechnologie für viele Bereiche unverzichtbar. Sie stellen in der Region aber auch eine eigenständige Branche dar. Der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof ist ein Schwerpunkt für Optische Technologien. Hier sind mehr als 50 Firmen angesiedelt. Die erfolgreiche Entwicklung dieser Branche basiert vor allem auf der engen Zusammenarbeit von Forschungsinstituten mit Unternehmen, die am Standort beispielhaft verwirklicht wird. Adlershof verdeutlicht, dass dieses Zusammenspiel der Antrieb für Innovationen und Wachstum ist.“

Informationen zu den besuchten Unternehmen und Institutionen:

• Optec-Berlin-Brandenburg e. V. (OpTecBB) ist ein regionales Kompetenznetz, das die Potenziale in Wirtschaft und Wissenschaft auf dem Gebiet der Optischen Technologien bündelt. Das Netzwerk hat mehr als 90 Mitglieder, darunter die vier Universitäten in Berlin und Potsdam, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, in der Mehrzahl jedoch Unternehmen. In den Jahren 2004 und 2005 wurden aus dem Berliner Förderprogramm ProFIT rund 10 Millionen Euro alleine für Projekte der Grundlagenforschung an wissenschaftliche Einrichtungen und Unternehmen vergeben. Mehr unter [[www.optecbb.de|www.optecbb.de]]

• Das Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) ist eines der führenden Institute für anwendungsorientierte und industrienahe Forschung in der Mikrowellentechnik und Optoelektronik. So entwickelt das FBH zum Beispiel leistungsstarke Diodenlaser sowie Mikrowellenbauteile im Sandkornformat. Die enge Zusammenarbeit des FBH mit Industriepartnern und Forschungseinrichtungen garantiert die schnelle Umsetzung der Ergebnisse in die Praxis. Für seinen erfolgreichen Technologietransfer wurde das FBH unter anderem mit dem Innovationspreis Berlin-Brandenburg und dem Transferpreis “WissensWerte” ausgezeichnet. Das Institut beschäftigt 160 Mitarbeiter und hat einen Etat von 14 Millionen Euro. Es ist Teil des Forschungsverbundes Berlin e.V. (FVB) und gehört zur Leibniz-Gemeinschaft. Das FBH hat bereits fünf Ausgründungen hervorgebracht. Mehr unter [[www.fbh-berlin.de|www.fbh-berlin.de]]

• Die JENOPTIK Diode Lab GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der JENOPTIK Laserdiode GmbH im Jenoptik-Unternehmensbereich Photonics. Sie wurde 2002 aus dem FBH ausgegründet und beschäftigt derzeit 14 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Fertigung von Halbleiterelementen, die von der JENOPTIK Laserdiode GmbH für die Entwicklung und die Fertigung von Hochleistungs-Diodenlasern eingesetzt werden. In der neuen Produktionsstätte der Diode Lab werden 3-Zoll-Gallium-Arsenid-Wafer (GaAs) in einem für die Halbleiterfertigung typischen Prozess strukturiert und dann in Jena zu Hochleistungs-Diodenlasern weiter verarbeitet. Über den eigenen Bedarf der Jenoptik hinaus sollen weitere Kunden mit den Halbleiterchips beliefert werden. Mit dem Produktionsstart im Sommer 2006 sollen in Adlershof 40 neue Arbeitsplätze entstehen. Mehr unter [[www.diodelab.com|www.diodelab.com]]

ADVA Optical Networking ist ein führender Anbieter von Optical Ethernet-Transportlösungen. Das sind optische Datenübertragungsnetze, die für Netzwerke und Datensicherung von mehr als 100 Netzbetreibern und mehr als 5.000 Unternehmen in mehr als 40 Ländern eingesetzt werden. ADVA beschäftigte Ende vergangenen Jahres 361 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland und 561 weltweit und machte 131,3 Millionen Euro Umsatz. Berlin ist Hauptentwicklungsstandort. Hier sind 42 Beschäftigte tätig. Mehr unter [[www.advaoptical.com|www.advaoptical.com]]

• Die LTB Lasertechnik in Berlin GmbH wurde 1990 von Wissenschaftlern und Ingenieuren mit langjährigen Erfahrungen auf dem Gebiet der Laser- und Spektroskopieentwicklung gegründet. LTB hat heute 30 Mitarbeiter. Als erfahrener Entwickler und Hersteller moderner, vom UV- bis zum NIR-Bereich arbeitender Lasertechnologien, stellt LTB Lasertechnik Berlin sowohl für die wissenschaftliche Forschung als auch für die industrielle Anwendung die geeigneten Werkzeuge zur Verfügung. Zu den Kunden, die LTB weltweit beliefert, gehören sowohl industrielle Anwender als auch wissenschaftliche Forschungseinrichtungen und Universitäten. Mehr unter [[www.ltb-berlin.de|www.ltb-berlin.de]]

Fotos der Veranstaltung finden Sie im Internet ab 15:30 Uhr unter:
[[http://www.berlin.de/imperia/md/images/senatsverwaltungen/senwaf/presse/2006/grafik2.jpg|http://www.berlin.de/imperia/md/images/senatsverwaltungen/senwaf/presse/2006/grafik2.jpg]]

Rückfragen:
Christoph Lang
Telefon: 9013-7418
E-Mail: pressestelle@senwaf.verwalt-berlin.de