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Harald Wolf auf Betriebsversammlung von CNH in Spandau: „Wir lassen CNH nicht einfach ziehen“

Pressemitteilung vom 22.02.2006

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:

Berlins Bürgermeister und Senator für Wirtschaft. Arbeit und Frauen, Harald Wolf, hat heute an der Betriebsversammlung der Beschäftigten des CNH-Baumaschinenwerks teilgenommen. In seiner Rede kündigte er an, dass der Senat an das Werk gezahlte Fördermittel in erheblicher Höhe zurückfordern werde, sollte der FIAT-Konzern, dem CNH gehört, seine Ankündigung der Werksschließung wahr machen.

Wolf: „Ich verkenne nicht, dass FIAT sich derzeit in einer schwierigen Lage befindet. Ich bin aber auch überzeugt, dass der Konzern das Werk Berlin falsch einschätzt. Dieses Werk ist im Grunde gesund, die Produktion auf einem hohen technologischen Niveau. Das eigentliche Problem scheint mir in der unbefriedigenden Ausrichtung der Vertriebsaktivitäten und in einer verfehlten Gesamtstrategie des Konzerns zu liegen.

Ich appelliere an die Geschäftsleitung von CNH in Berlin und an die Konzernleitung in Turin, sich ihrer unternehmerischen Verantwortung für das Werk und die Beschäftigten in Berlin zu stellen. Die Belegschaft steht zu ihrem Unternehmen und ist nach wie vor bereit, sich zu engagieren. Sie hat bereits in der Vergangenheit für das Unternehmen Opfer gebracht. Es ist gut, dass die Belegschaft auch heute kämpferisch für ihre Arbeitsplätze und ihre Rechte einsteht, und ich unterstütze diesen Kampf!

Der Senat von Berlin hat diesen Produktionsstandort und die damit verbunden Arbeitsplätze in der Vergangenheit mit erheblichen Mitteln unterstützt.

Diese Steuergelder wurden nicht leichtfertig verschenkt, sondern nur gegen die verbindliche Zusage, die Produktion auf Dauer zu erhalten, ausgezahlt.

Auf die Einhaltung dieser Vereinbarungen werde ich pochen und die geflossenen Mittel bis auf den letzten Cent zurückfordern. Wir werden CNH aber nicht kampflos ziehen lassen!

Berlin hat gute Chancen, seine Forderungen auch durchzusetzen. Am liebsten wäre es mir aber, wenn das nicht nötig wäre. Die Tür für Gespräche über die Zukunft des Spandauer Werks steht jederzeit offen.“

Rückfragen:
Christoph Lang
Telefon: 9013-7418
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