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Wie aus Wissen Arbeit wird – Kompetenzfeld IT/Medien: IT in Berlin wächst und schafft neue Jobs

Pressemitteilung vom 25.01.2006

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen teilt mit:

Berlins Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Harald Wolf besuchte heute erfolgreiche Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Informations- und Kommunikationswirtschaft. Dieser Bereich gehört zu den Berliner Zukunftsbranchen, in denen heute schon mehr neue Arbeitsplätze entstehen als im deutschen Durchschnitt, und die in Zukunft nach Einschätzung der Experten weiter deutlich wachsen werden. Nach der Devise „Aus Wissen Arbeit schaffen“ fördert der Senat diese Kompetenzfelder gezielt durch eine mit allen Beteiligten in Wirtschaft und Wissenschaft abgestimmte Innovationsstrategie. In einzelnen Masterplänen wurden konkrete Ziele und Projekte vereinbart. Die Erreichung dieser Ziele wird laufend kontrolliert.

Dass diese Strategie Erfolg versprechend ist, zeigt die Informations- und Kommunikationswirtschaft. In Berlin gibt es in dieser Branche rund 3.500 Unternehmen, die rund 5,6 Milliarden Euro Umsatz machen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten ist nach den aktuellsten vorliegenden Daten zwischen 2003 und 2004 um 8,3 % von 40.000 auf 43.320 gestiegen. Im gleichen Zeitraum sank die Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im gesamten Bundesgebiet um 0,1 % leicht. Damit wurde das Hauptziel des Masterplans IT/Medien, das durchschnittliche Jobwachstum in diesem Bereich in Deutschland um mindestens einen Prozentpunkt zu übertreffen, erreicht. Auch für das Jahr 2005 ist nach den ersten statistischen Angaben mit einem leichten Wachstum zu rechnen.

Senator Wolf dazu: „Die Informatik ist ein Innovationstreiber für unsere Wirtschaft. Im globalen Wettbewerb sind nur die Untenehmen erfolgreich, die ihre Geschäftsmodelle schneller als ihre Konkurrenten anpassen können. Das geht nicht ohne IT. Die Berliner Wirtschaftsförderung trägt der Bedeutung dieses Sektors Rechnung. 42 % der finanziellen Fördermittel, das sind rund 40 Millionen Euro, fließen derzeit in die IT-Branche.“

Wolf weiter: „Wir fördern die Branche nicht nur durch Geld, sondern auch durch die Schaffung von unterstützenden Strukturen und Netzwerken. So wurde in der Hauptstadtregion das erste flächendeckende Übertragungsnetz für mobil empfangbare Fernsehsignale (DVB-H) aufgebaut, so bringt der Wissenschaftsatlas im Internet Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen zum besseren Technologietransfer zusammen.“

Ein weiteres Ziel des Masterplans IT/Medien ist die Verdoppelung der Anzahl der Breitbandanschlüsse in Berlin von 220.000 im Jahr 2004 auf 440.000 im Jahr 2006. Dieses Ziel wurde bereits im ersten Halbjahr 2005 mit 600.000 DSL-Anschlüssen übertroffen. Der Versorgungsgrad liegt mit 32% über dem deutschen Durchschnitt (26%). Weitere Schwerpunkte des Masterplans IT/Medien liegen auf Telemedizin, e-learning, e-government und Sicherheit durch IT.

Ein Beispiel für die Bedeutung der Informationstechnologie ist die Bundesdruckerei. Das Unternehmen produziert für das In- und Ausland Reisepässe, Personalausweise und Kartenführerscheine. Seit 1. November 2005 stellt die Bundesdruckerei den elektronischen Reisepass für Deutschland her und bietet sichere Systemlösungen und Dienstleistungen für Identifikation und Zugangsschutz an. Außerdem stellt die Bundesdruckerei Banknoten, Postwertzeichen und Steuerzeichen sowie elektronische Publikationen für das In- und Ausland her. Mit ihren Tochterunternehmen beschäftigt die Bundesdruckerei circa 1.600 Mitarbeiter weltweit, davon 1300 in Berlin, und erzielte im Geschäftsjahr 2004 einen Umsatz von 264 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr schuf das Unternehmen 131 neue Arbeitsplätze, vor allem im IT-Bereich. Während des Besuchs hat die Bundesdruckerei angeboten, die Hauptstadtregion noch stärker bei ihrem Ziel zu unterstützen, eine führende Rolle im Bereich der Sicherheitstechnologie einzunehmen.

Die Datango AG (45 Beschäftigte, davon 20 in Berlin ) hat als einstiges New Media Unternehmen den Zusammenbruch des Internetbooms überwunden, sich mittlerweile als Anbieter von E-Learning-Technologien etabliert und den Umsatz im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt.

Die Init AG, spezialisiert auf e-politics, e-government und e-government, ist seit dem Jahr 2000 von 33 auf 99 Beschäftigte gewachsen und wird im Geschäftsfeld E-Government auch im kommenden Jahr wieder um ca. 10 % zulegen. Senator Wolf und der Vorsitzende des Aufsichtsrat Dirk Stocksmeier vereinbarten, gemeinsam den Best Practise Wettbewerb 2006, der im Rahmen der Branchenmesse ProFIT durchgeführt wird, zu unterstützen.

Den Statusbericht zum Masterplan IT/Medien können Sie unter folgender Adresse aus dem Internet herunterladen:

[[http://www.berlin.de/sen/waf/presse/kompetenzfeld-it.html|http://www.berlin.de/sen/waf/presse/kompetenzfeld-it.html]]

Den Wissenschaftsatlas finden Sie unter:

[[http://www.berlin.de/wissenschaftsatlas/index.html|http://www.berlin.de/wissenschaftsatlas/index.html]]

Die Landesinitiative Projekt Zukunft erreichen Sie unter:

[[http://www.berlin.de/senwiarbfrau/projektzukunft/index.html|http://www.berlin.de/senwiarbfrau/projektzukunft/index.html]]

Rückfragen:
Christoph Lang
Telefon: 90 13 – 74 18
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