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Berlin und Brandenburg vereinbaren gemeinsamen Leitfaden für die staatliche Anerkennung privater Hochschulen

Pressemitteilung vom 06.11.2006

Wissenschaftssenator Thomas Flierl und Brandenburgs Wissenschaftsministerin Johanna Wanka haben sich auf einen gemeinsamen Leitfaden zur Anerkennung privater Hochschulen verständigt. Dieser Leitfaden, der sich an potenzielle Träger privater Hochschulen richtet, wird in Kürze auf den Internetseiten beider Verwaltungen veröffentlicht. Angesichts des großen Interesses an der Einrichtung privater Hochschulen in der Region Berlin-Brandenburg soll der neue Service potenziellen Interessenten die Entscheidung für den Standort Berlin-Brandenburg erleichtern.

Der Leitfaden erläutert das Anerkennungsverfahren und enthält einen Katalog an Kriterien, die erfüllt sein müssen, um eine staatliche Anerkennung zu erlangen. So müssen zum Beispiel Studium und Abschlüsse gleichwertig mit staatlichen Hochschulen sein. Die Freiheit von Lehre und Forschung für Professoren und wissenschaftliche Angestellte muss gewährleistet sein und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen nebenberuflichem und hauptberuflichen Personal bestehen. Zudem muss die Hochschule eine Finanzplanung nachweisen, die die wirtschaftliche Stabilität mindestens vom Studienbeginn bis zum Abschluss der geplanten Studiengänge dokumentiert.

Mit dem gemeinsamen Katalog streben beide Länder eine einheitliche Entscheidungspraxis an. Die Anerkennung ist Voraussetzung für die Aufnahme des Studienbetriebs und die Verleihung offizieller Hochschulgrade durch private Hochschulen und bietet unter anderem auch die Grundlage für die Beantragung von Bafög durch die Studierenden.

„Hochschulen in privater Trägerschaft sind in der Region auch weiterhin herzlich willkommen, da sie eine sinnvolle Ergänzung der staatlichen Angebote darstellen“, betonte Ministerin Wanka. In Brandenburg haben derzeit drei private Hochschulen eine staatliche Anerkennung.

Senator Flierl unterstrich: „ Berlin ist ein attraktiver Standort auch für private Hochschulen, die hier ein reichhaltiges wissenschaftliches Umfeld finden. Wir haben inzwischen sieben staatlich anerkannte Hochschulen, davon vier Universitäten und drei Fachhochschulen. Der gemeinsam erarbeitete Leitfaden ist ein gutes Beispiel für eine sinnvolle Abstimmung zwischen Berlin und Brandenburg.“

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Dr. Brigitte Reich
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