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Tarifvertrag für die Charité: Erstmalig vollständige Ost-West-Angleichung im Land Berlin in Sicht

Pressemitteilung vom 02.11.2006

Nach über einjährigen langwierigen und schwierigen Verhandlungen hat heute der Aufsichtsrat der Charité dem Verhandlungsergebnis zwischen den Gewerkschaften und dem Vorstand der Charité zugestimmt. Nach der Urabstimmung bei ver.di und dieser Beschlussfassung ist der Weg für den Vorstand frei, den neuen Tarifvertrag für die rund 9 600 nicht ärztlichen Beschäftigten zu unterzeichnen. Die Verhandlungen waren mehrfach ins Stocken geraten und durch Interventionen des Wissenschaftssenators, der sich intensiv um eine Moderation in dem Tarifkonflikt und während der Streiks bemüht hatte, immer wieder aufgenommen worden.

Wissenschaftssenator Thomas Flierl und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Charité: „ Ich freue mich sehr, dass mit diesem Tarifvertrag eine vollständige Ost-West-Angleichung für die Beschäftigten der Charité in Sicht ist. Einkommen und Beschäftigungsbedingungen nähern sich bis 2010 weitgehend an; für die Zeit ab 2011 sind die Tarifparteien eine Verhandlungsverpflichtung mit dem Ziel der vollständigen Angleichung eingegangen. Das ist ein großer Erfolg und Durchbruch für die Beschäftigten, die bislang unter ungleichen Bedingungen in der Charité gearbeitet haben.
Darüber hinaus konnte der Vorstand heute überzeugend darstellen, dass die Mehrkosten durch die in der mittelfristigen Finanzplanung der Charité kalkulierten Personalkosten aufgefangen werden können. Zudem müssen die Verluste, die der Charité durch Streiks entstehen würden – abgesehen vom Imageschaden – auch in eine Kosten-Nutzen-Bilanz eingerechnet werden. Mit dem Tarifvertrag ist ein wichtiger Baustein des Unternehmenskonzeptes nun endlich auf eine berechenbare Grundlage gestellt und die Unsicherheiten sind für das gesamte Personal beseitigt worden.
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Charité haben Anspruch auf eine verlässliche und berechenbare Regelung ihrer Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen. Der Tarifvertrag kann sogar zur Lösung der Probleme im Unternehmenskonzept beitragen, da er verlässliche Rahmenbedingungen für die Instrumentarien des Personalabbaus und für die Entwicklung der Personalkosten schafft. Er trägt dazu bei, dass die Charité nun in Ruhe ihre Aufgaben abarbeiten und die Umstrukturierungen zügig in Angriff nehmen kann.“

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Dr. Brigitte Reich
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