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Diakonie im Einsatz für Straffällige: Berliner Stadtmission präsentiert neues Projekt der EKD in der JVA Charlottenburg

Pressemitteilung vom 11.10.2006

Die Senatsverwaltung für Justiz mit:

„Botschaft für ein neues Leben“ heißt die jüngste Kampagne der Straffälligenhilfe des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die am heutigen 11. Oktober 2006 bei einer Auftaktveranstaltung in der JVA Charlottenburg präsentiert wurde. Mit ihrem neuen Projekt möchte die Straffälligenhilfe der EKD zum einen über den Alltag von Inhaftierten sowie Ablauf und Hintergründe des Strafvollzugs informieren, um für das Thema „Straffälligkeit“ in der Öffentlichkeit Akzente zu setzen, zum anderen konkrete Hilfsangebote zur Reintegration von Straffälligen vorstellen.

Zur Auftaktveranstaltung, die von der Berliner Stadtmission in enger Zusammenarbeit mit der JVA Charlottenburg organisiert wurde, hob Justizstaatssekretär Christoph Flügge in seiner Ansprache die Bedeutung der Straffälligenhilfe aus Sicht der Senatsverwaltung für Justiz hervor: „Die Straffälligenhilfe leistet einen bedeutenden Beitrag zur Resozialisierung unserer Inhaftierten und trägt damit wesentlich zum Schutz der Gesellschaft bei. Fälschlicherweise werden Einrichtungen wie die Straffälligen- oder Bewährungshilfe gelegentlich als „Täterschutz“ verstanden. „Täterschutz“ aber gibt es in Deutschland nicht. Die Hilfe für Straffällige bei der Reintegration in die Gesellschaft, das Aufzeigen neuer Perspektiven verringert erwiesenermaßen die Rückfallquote erheblich. Damit schützen Resozialisierungsprojekte nicht den Täter, sondern potentielle Opfer.“

Neben dem Justizstaatssekretär sprachen Dr. Bernd Schlüter und Michael Handrik vom Diakonischen Werk der EKD, der Direktor der Berliner Stadtmission Pfarrer Hand-Georg Filker, Helmut Bunde und Rolf Keicher von der Evangelischen Konferenz für Straffälligenhilfe sowie Ralf Pagenkämper von der Strafffälligenhilfe, der die Hilfeangebote „Drinnen und Draußen“ der Berliner Stadtmission vorstellte.

Auch Inhaftierte der JVA Charlottenburg nahmen an der Veranstaltung teil: In einer Lesung stellten vier Strafgefangene ihre eigenen Texte vor mit Unterstützung der Schauspielerin Dagmar Jaeger vom Berliner Kabarett „Die Distel“. Darüber hinaus waren die Interessenvertreter der Inhaftierten sowie Redakteure der anstaltseigenen Zeitung anwesend.

Kurze Statements und musikalische Beiträge von Erhard Ufermann mit seiner Band beleuchten die Situation von Inhaftierten und deren Möglichkeiten für einen Neuanfang nach der Haftentlassung.

Info: Ziel der Straffälligenhilfe der EKD ist es, die Hilfen für Straffällige zu verbessern, zu erweitern und ihre gesellschaftliche Integration und Resozialisierung zu fördern. Sie hilft Betroffenen und ihren Familien während einer Haft und nach der Entlassung. Nähere Informationen finden Sie [[http://www.diakonie.de/de/html/hilfe/540.html|hier]] .

Rückfragen:
Dr. Juliane Baer-Henney
Telefon: 030/9013-3633
E-Mail: pressestelle@senjust.verwalt-berlin.de