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Premiere "HORATIER 2" im Kammergericht - Projekt "aufBruch" setzt Theaterstück von Heiner Müller fort

Pressemitteilung vom 25.01.2006

Die Senatsverwaltung für Justiz teilt mit:

Das Projekt „aufBruch – Kunst Gefängnis Stadt“ feiert am kommenden Freitag, dem

27. Januar 2006
20 Uhr im
Schwurgerichtssaal des Kammergerichts zu Berlin
Elßholzstraße 30-33
10781 Berlin

die Premiere des Theaterstückes „HORATIER 2 – Heimat.Liebe.Tod.“ Bei der Aufführung durch Haftentlassene und Freigänger sowie professionelle Schauspieler handelt es sich um den zweiten Teil des Doppeltheaterprojekts „DER HORATIER“ nach Heiner Müller. Im vergangenen Oktober war mit großem Erfolg „HORATIER 1 – nach dem krieg = vor dem krieg“ in der JVA Tegel aufgeführt worden.

Das Gefangenentheaterprojekt „aufBruch“ setzt sich in der Fortsetzung des Theaterstücks unter der Regie von Peter Atanassov mit dem Balkankrieg in den 90er Jahren auseinander. Vor einem anderen Hintergrund als im „HORATIER 1“, dem der klassische Müllersche Text zur Vorlage diente, wird im „HORATIER 2“ erneut die Frage aufgearbeitet, wo die Grenze zwischen Verbrechen und Heldentum gezogen wird. Als dramaturgisches Material dienen sowohl Texte von Müller, Koltès und Handke als auch Berichte über die Geschehnisse während des Jugoslawienkonflikts.

Weitere Vorstellungstermine sind der 28./29. Januar, 3./4./5. sowie 10./11./12. Februar; Vorstellungsbeginn ist jeweils um 20 Uhr.

Interessenten können die Eintrittskarten zum Preis von 12 Euro, ermäßigt 8 Euro, bei der Kartenreservierung „sophiensæle“ Tel. 030/283 5266, Fax 030/283 5267, e-mail: [[mailto:karten@sophiensaele.com|karten@sophiensaele.com]], reservieren oder an der Abendkasse erstehen. Eine Reservierung wird angeraten.

Info: Das Projekt aufBruch KUNST GEFÄNGNIS STADT existiert seit 1997 und setzt Kunst- und Theaterprojekte in der Justizvollzugsanstalt Tegel und an anderen öffentlichen Orten der Stadt Berlin um. In der Vollzugsanstalt finden im Jahr im Durchschnitt zwei Premieren statt. Das Gefangenentheaterensemble hat zur Zeit 24 Mitglieder mit vorwiegend langen Haftstrafen. In Verknüpfung mit den Aufführungen innerhalb der Vollzugsanstalt finden weitere Inszenierungen an anderen, für Theater ungewöhnlichen Orten statt. Weitere Informationen finden Sie unter [[http://www.kunstprojekt-aufbruch.de|www.kunstprojekt-aufbruch.de]].

Rückfragen:
Dr. Juliane Baer-Henney
Telefon: 030/9013-3633
E-Mail: pressestelle@senjust.verwalt-berlin.de