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Berlin verbessert die Notfallrettung - Pressekonferenz am 9. November 2006

Pressemitteilung vom 08.11.2006

Die Senatsverwaltung für Inneres teilt mit:

Schnelle Hilfe kann Leben retten. Ungenaue Angaben zu einem Unglücksort verzögern die Hilfe. Wenn der Anrufer nicht weiß, wo genau er sich befindet, weil der Unglücksort nicht an einer Straße liegt oder es den gleichen Straßennamen mehrfach gibt, kann wertvolle Zeit verloren gehen.

Die Berliner Feuerwehr wird deshalb die Möglichkeit erhalten, den Standort von Mobiltelefonen von Notrufenden oder in Not geratenen Menschen orten zu lassen. Hierzu wird sie mit der Björn Steiger Stiftung zusammenarbeiten, die einen kostenlosen und schnellen Service zur Ortung der Handys von Menschen in Notfallsituationen entwickelt hat. Über die Software der Stiftung kann die Leitstelle der Feuerwehr ermitteln, in welcher Zelle des betreffenden Mobilfunksystems sich der Anrufer mit seinem Handy gerade befindet. Die Berliner Feuerwehr, die mit 3.000 bis 5.000 eingehenden Anrufen pro Tag die größte Leitstelle Deutschlands betreibt, darf diesen neuen Service als erste nutzen.

Damit dabei der Datenschutz nicht zu kurz kommt, darf die Ortung eines Anrufers nur veranlasst werden, wenn dieser in dem Notrufgespräch sein ausdrückliches Einverständnis erklärt. Der Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit wurde über das neue Verfahren informiert.

Zu einer Pressekonferenz, die Ihnen die Hintergründe zu diesem Thema erläutert, lädt die Björn-Steiger-Stiftung ein. Auch Landesbranddirektor Wilfried Gräfling steht dann für Ihre Fragen zur Verfügung:

Donnerstag, 9. November 2006
11:00 Uhr
Haus der Bundespressekonferenz
Schiffbauerdamm, Berlin-Mitte

Ergänzend zu dem neuen Ortungssystem bei der Berliner Feuerwehr soll auch die Berliner Polizei die Befugnis erhalten, den Standort von Mobiltelefonen von Personen zu orten, die vermisst werden oder die als suizidgefährdet gelten. Da solche Personen naturgemäß nicht nach ihrer Einwilligung gefragt werden können, wird im Berliner Sicherheits- und Ordnungsgesetz (ASOG) eine spezielle gesetzliche Vorschrift geschaffen.

Rückfragen:
Dr. Henrike Morgenstern
Telefon: (030)9027-2730
E-Mail: pressestelle@seninn.verwalt-berlin.de