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Ermittlungen der Lieferungen von Putenfleisch aus Italien an eine Berliner Firma dauern an – Weitere Schnellwarnmeldung

Pressemitteilung vom 20.12.2006

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz teilt mit:

Im Zuge der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen die Firma E., bei der am 21. September 2006 in einem Kühlhaus wertgemindertes und keimbelastetes Putenfleisch zur Dönerproduktion aus Italien vorgefunden worden war, sind von den Berliner Überwachungsbehörden umfangreiche Recherchen gemacht worden. Diese Recherchen haben ergeben, dass vor der Sicherstellung am 21. September Ware aus den beanstandeten Partien im Umfang von 42,6 t bei verschiedenen Berliner Dönerproduzenten zu Dönern verarbeitet und durch diese an Döner-Imbisseinrichtungen in Berlin, verschiedene Bundesländer und nach Frankreich und möglicherweise auch nach Polen verkauft worden war. Beliefert wurden die Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein. Diese Fakten gingen am 18.12. 2006 als Folgemeldung an das
EU-Schnellwarnsystem.

Die überwiegende Zahl der mit dem gefrorenen Putenfleisch belieferten Dönerproduzenten haben die Ware von sich aus zurückgerufen, da eine Belastung des Fleisches mit Salmonellen nicht ausgeschlossen werden konnte. Der Rückruf wird durch die Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsämter überprüft., wobei die Recherchen in Berlin ergeben haben, dass die betroffene Ware bereits vor dem Rückruf verkauft und verzehrt worden war.

Zudem hat die Staatsanwaltschaft im Zuge ihrer Ermittlungen festgestellt, dass die Firma E. über die sichergestellten 95 t und die nachverfolgten 80,9 t Putenfleisch (davon 42,6 t in Berlin) hinaus weitere Lieferungen von gefrorenem Putenfleisch für die Dönerproduktion aus Italien im Zeitraum zwischen Mai und September bezogen hat. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sollen an die Firma E. insgesamt 310 t geliefert worden sein. Nähere Erkenntnisse über die Beschaffenheit dieser nicht mehr vorhandenen Ware können nicht mehr ermittelt werden.

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
Telefon: 90282743
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