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Sozialsenatorin Knake-Werner: Wohnungslose Menschen brauchen Unterstützung!

Pressemitteilung vom 06.12.2006

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Am heutigen Nachmittag veranstaltet die Evangelische Kirchengemeinde Heilig Kreuz-Passion in Kreuzberg das „Fest der Obdachlosen 2006“. Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Dr. Heidi Knake-Werner begrüßt um 13.00 Uhr die wohnungslosen Menschen, die zu dem Fest in die Heilig-Kreuz-Kirche kommen.

Für die Senatorin ist es eine Freude, dieses fast schon traditionelle Zusammensein in der Vorweihnachtszeit eröffnen zu können. Sie betont: „Dieses Fest mit kulturellem Programm und großzügiger Bewirtung gibt bedürftigen Menschen in unserer Stadt Gelegenheit, gesellig beisammen zu sein und unbeschwerte Stunden zu verleben. Bei dieser Feier werden auch künstlerische Projekte vorgestellt, die das Schicksal von Menschen, die in Armut leben und obdachlos sind, ins öffentliche Interesse rücken. Die Mitarbeit von Betroffenen an den Projekten und dem Programm holt die Kreativität und Lebensfreude der Menschen ins Rampenlicht, bei denen zumeist harter Überlebenskampf und Einsamkeit vorherrschen.

Wohnungslose und obdachlose Menschen brauchen unseren solidarischen Beistand, denn vom gesellschaftlichen Reichtum bleiben sie ausgeschlossen. So gibt es in Berlin ein bewährtes Netz zur Unterstützung für Obdachlose, das gerade im Winter unersetzlich wird. Insgesamt bieten rund 70 kirchliche und gemeinnützige Einrichtungen Notschlafplätze und Möglichkeiten zum Tagesaufenthalt an. Wir finanzieren mit 840.350 € die ganzjährige Notübernachtung der Berliner Stadtmission und eine speziell für Frauen. Insgesamt stehen den auf der Straße lebenden Menschen in Berlin 247 Plätze in Notübernachtungen und 429 Plätze in Nachtcafés zur Verfügung. Hinzu kommen Angebote in Wärmestuben, Treffpunkten und Tagesstätten. Auch in diesem Winter ist wieder der Kältebus der Berliner Stadtmission mit seinem niedrigschwelligen Hilfeangebot unterwegs, um auf der Straße lebende Menschen in Notübernachtungen zu bringen. Es ist wichtig, dass es in Berlin für Menschen ohne Wohnung darüber hinaus auch Angebote für medizinische und zahnmedizinische Betreuung gibt. Wer Tag für Tag um das Nötigste zum Leben kämpfen muss und wer ohne Wohnung ist, braucht Unterstützung, gerade im Winter. Es gibt in unserer Stadt genügend Übernachtungsmöglichkeiten für wohnungslose Menschen, auch dank des großen Engagements von Verbänden und Initiativen. Ich danke heute besonders der Kirchengemeinde Heilig Kreuz für die Ausrichtung des Festes der Obdachlosen 2006,“ so Sozialsenatorin Dr. Heidi Knake-Werner.

Rückfragen:
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