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Ehrennadeln für besonderes soziales Engagement verliehen

Pressemitteilung vom 05.12.2006

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Der 5. Dezember ist Internationaler Tag des Ehrenamtes. Anlass, besonders aktive ehrenamtlich tätige Berlinerinnen und Berliner auszuzeichnen. Heute um 16:00 Uhr verleiht die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Dr. Heidi Knake-Werner im Säulensaal des Roten Rathauses an 12 besonders aktive ehrenamtlich tätige Berlinerinnen und Berliner die Berliner Ehrennadel für besonderes soziales Engagement.

Die Senatorin bedankt sich herzlich für das herausragende Engagement der Geehrten und würdigt deren freiwillige Arbeit für das Gemeinwohl. “Ohne den Einsatz der vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger würde auch in unserer Stadt viel an sozialer Wärme fehlen. Kein Staat könnte selbst beim besten Willen und vollen Kassen all das verwirklichen, was in unserer Gesellschaft durch Selbsthilfe und das soziale Ehrenamt vollbracht wird. Wir haben in Berlin die Rahmenbedingungen für Bürgerschaftliches Engagement verbessert und damit für einen reibungslosen Ablauf und die Funktionsfähigkeit von Institutionen und Einrichtungen zur Förderung von Ehrenamtlichkeit und bürgerschaftlichem Engagement sorgen können. Ich möchte alle ermuntern, sich weiterhin aktiv zu engagieren und sich an den acht Frauen und fünf Männern, die wir heute auszeichnen, ein Beispiel zu nehmen. Sie haben in langjähriger ehrenamtlichen Arbeit vieles geleistet, was wir heute besonders würdigen.”

Die Ausgezeichneten sind:

Helmut Blanck, 52 Jahre, tätig seit 33 Jahren, gründete im Alter von 18 Jahren eine kirchliche Jungenschaftsgruppe, leitet Jugendleiterseminare und qualifiziert Teilnehmer der Jungenschaftsarbeit, seine Familie unterstützt dieses Engagement und ist ebenfalls in der Jugendarbeit tätig.

Dr. med. Barbara Bodek, 81 Jahre, tätig seit 36 Jahren, engagierte sich in verschiedenen kirchlichen Gremien, ist aktiv im Lektorendienst für die Gottesdienste, im Krankenhausbesuchsdienst, bei den Geburtstagsbesuchsdiensten und hilft mit im Projekt “Laib und Seele” – einer Lebensmittelsammlung für Bedürftige.

Elsa Decker, 87 Jahre, tätig seit 17 Jahren, ist im Gemeindekirchenrat, war in der frühmusikalischen Erziehung in einer Gemeinde-Kita tätig, leitet seit 10 Jahren eine Seniorensingegruppe und unterrichtet jeden Sonnabend 45 Aussiedlerkinder in Deutsch und Musik.

Nejla Esoy, 41 Jahre, tätig seit 19 Jahren, kam als Hilfesuchende zum Verein Eltern beraten Eltern e.V., wurde schnell aktiv in der Beratung von Müttern mit Migrations¬hintergrund, gründete eine Mutter/Kind Gruppe für türkische Familien mit behinderten Kindern, führte Beratungen durch und organisiert Feste und Reisen für die betroffenen Familien.

Jürgen Gerling, 65 Jahre, tätig seit 47 Jahren, setzt sich seit seiner Jugend für benachteiligte Menschen in Berlin und in ganz Europa ein, widmet sich der Alten- und Behindertenarbeit, organisiert seit 15 Jahren den Weihnachtsbasar der AWO vor dem Rathaus Tempelhof, gründete die Abteilung humanitäre Hilfe der AWO und organisiert Hilfsgütertransporte nach Rumänien.

Marion Herzog, 61 Jahre, tätig seit 36 Jahren, startete 1970 den Aufruf, nichts in den Müll zu werfen, was andere noch gebrauchen könnten und gründete damit den “Rumpelbasar” von dessen Erlös verschiedene sozialen Projekten unterstützt werden, betreibt mit 13 Helfern ein “Sozialkaufhaus” in dem alles Nötige für einen kompletten Hausstand angeboten wird.

Horst Kluge, 65 Jahre, tätig seit 43 Jahren, seit 1971 Leiter eines Freizeitclubs der Lebensräume für Menschen mit Behinderung gGmbH, in dem sich regelmäßig etwa 100 geistig- und mehrfachbehinderte Menschen treffen, organisiert Partnerschaften mit einer Einrichtung in Norddeutschland in Paris und in London.

Wolfgang Köhler, 54 Jahre, tätig seit 15 Jahren, bittet bei Intendanten und Presse¬sprechern an Berliner Theatern und Spielstätten um Freikarten und Ermäßigungen und betreibt die Kartenausgabe mit persönlicher Beratung der Klienten, kann so jährlich ca. 1.900 Menschen den Besuch einer Kulturveranstaltung ermöglichen.

Brigitte Martschinke, 66 Jahre, tätig seit 35 Jahren, ist stellvertretende Leiterin der Behindertengruppe in der Seniorenfreizeitstätte Blücherstraße, kümmert sich jeden Donnerstag um ca. 25 Personen mit Behinderung, spielt Spiele stellt Handarbeiten her und versorgt die Senioren mit Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen.

Werner Moritz, 72 Jahre, tätig seit über 38 Jahren, ist seit 1958 Vorstand der AWG “Freie Fahrt”, ist ehrenamtlicher Referent in der Erwachsenenweiterbildung der IG Metall für Betriebsräte und als Sprecher der DGB-Landessenioren tätig im Landesseniorenbeirat, arbeitet mit im “Kompetenznetz für das Alter”.

Ulrike Redecker, 57 Jahre, tätig seit 28 Jahren, seit 1978 in verschiedenen Bereichen der Behindertenarbeit tätig, organisierte Betreuungsangebote und Elternsprechstunden für Kinder mit und ohne geistige Behinderung, ist beim Unionhilfswerk in der Sterbe¬begleitung tätig und betreut dort Menschen mit schwerer meist geistiger Behinderung.

Ingrid Sonntag, 56 Jahre, tätig seit über 12 Jahren, war lange in der Begleitung von Menschen mit HIV bei der Berliner Aidshilfe tätig, begleitet viele Menschen in schweren Lebenskrisen und Sterbende im Hospizdienst Tauwerk.

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
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