Große Niederlassung der Deutschen Post in Berlin Südost erhält den Integrationspreis 2006

Pressemitteilung vom 04.12.2006

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Heute verleiht die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Dr. Heidi Knake-Werner den Integrationspreis 2006. Er geht in diesem Jahr an die Niederlassung BRIEF Berlin Südost der Deutschen Post AG. Dieser Betrieb hat sich um die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen im Land Berlin besonders verdient gemacht. Die Senatorin gratuliert den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den betrieblichen Interessenvertretungen der Niederlassung dazu sehr herzlich und würdigt die vorbildlichen Bemühungen dieser Niederlassung um die Integration schwerbehinderter Menschen.

Die Senatorin betont: „Die 3.080 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Niederlassung versorgen fast 1,1 Millionen Kunden mit Briefpost. 234 der Beschäftigten sind schwerbehinderte Menschen, das sind 7,6 % der Beschäftigten. Der Anteil schwerbehinderter Beschäftigter konnte trotz betrieblichen Anpassungsmaßnahmen in den ersten Jahren der Privatisierung der Post gehalten werden. Fast 49 % von ihnen sind schwerbehinderte Menschen mit einem besonders großen Unterstützungsbedarf, wie z.B. seelisch Behinderte. Dies ist hervorzuheben, da der überwiegende Teil der Beschäftigten der Niederlassung in der direkten Briefzustellung tätig ist, auch 43 % der schwerbehinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Niederlassung BRIEF Berlin Südost überzeugt gleichwohl nicht allein durch den Anteil der schwerbehinderten Mitarbeiter, sondern ebenso durch ein effektives Zusammenwirken der betrieblichen Interessenvertretungen mit dem Arbeitgeber in allen Angelegenheiten auch der schwerbehinderten Beschäftigten. Die schwerbehinderten Menschen werden hier entsprechend ihren Fähigkeiten und Kenntnissen in allen Bereichen beschäftigt und die Bedingungen dafür geschaffen. Die Niederlassung vergibt auch seit Jahren Aufträge an verschiedene Werkstätten für behinderte Menschen.

Der Arbeitgeber kommt hier seiner sozialen Verantwortung gegenüber den Beschäftigten in vollem Umfang nach und ermöglicht seinen behinderten Beschäftigten, ein gleichberechtigtes und selbst bestimmtes Leben zu führen. So zeigt auch der diesjährige Preisträger, dass die berufliche Integration schwerbehinderter Menschen in allen Bereichen öffentlicher oder privater Unternehmen erfolgreich praktiziert werden kann, und das trotz anhaltend angespannter Lage auf dem Arbeitsmarkt. Noch dazu vor dem Hintergrund eines knallharten Wettbewerbes, der auf dem Dienstleistungssektor der Postzustellung stattfindet, ist dies eine Leistung, die heute zu recht besonders geehrt wird.“

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