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Senatorin Knake-Werner fordert mehr Chancen für Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt

Pressemitteilung vom 01.12.2006

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Am 3. Dezember wird weltweit der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen begangen. Anlass für den Deutschen Behindertenrat, morgen mit einer ganztägigen Veranstaltung die Behindertenpolitik zu debattieren und das kommende Jahr vorzubereiten, das die Europäische Kommission zum „Europäischen Jahr der Chancengleichheit“ ausgerufen hat. Ziel des Europäischen Jahres ist es, Chancengleichheit für alle zu erreichen und alle in Europa lebenden Bürger und Bürgerinnen für den Wert einer gerechten durch Zusammenhalt geprägten Gesellschaft zu sensibilisieren.

Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Dr. Heidi Knake-Werner wertet anlässlich des Tages der Menschen mit Behinderungen diese Initiative der Europäischen Kommission als ein begrüßenswertes behindertenpolitisches Signal, das die Lebenssituation, die Wünsche und die Vorstellungen behinderter Menschen wieder stärker in den Fokus rücke. In Berlin sei gerade durch sein Landesgleichberechtigungsgesetz Entscheidendes für die Menschen mit Behinderung erreicht worden, viel bleibe jedoch noch zu tun. „Besonders wichtig ist es, noch mehr Menschen mit Behinderungen in das Erwerbsleben zu integrieren, denn das ist der sicherste Weg, wirkliche Chancengleichheit zu erreichen. Knapp 4 % der Arbeitslosen in Berlin sind schwerbehinderte Menschen. Es ist eine der wichtigen Aufgaben in der neuen Legislaturperiode, die Entstehung von neuen Arbeitsplätzen und die Erhaltung von bestehenden Arbeitsplätzen für diese Menschen zu unterstützen. Wir wollen dazu die Betreuung und Vermittlung von Arbeitslosen weiter verbessern und die Förderung von Arbeitslosen durch die Arbeitsagenturen und JobCenter mit Landesmitteln und Mitteln aus dem Europäischen Strukturfonds ergänzen.

Insbesondere bleibt jedoch die Privatwirtschaft gefordert, Menschen mit Behinderungen mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu bieten. Viele Unternehmen ziehen es leider immer noch vor, lieber Pflichtabgaben für nicht mit schwerbehinderten Menschen besetzte Arbeitsplätze zu zahlen. Das geschieht häufig aus Unkenntnis über die Leistungsfähigkeit behinderter Menschen und ist der falsche Weg. Ende vergangenen Jahres waren rd. 6.400 behinderte Menschen in Berlin in anerkannten Werkstätten beschäftigt. Da diese Werkstätten unverzichtbar bleiben, werden wir auch künftig denjenigen, die nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können, die Teilhabe am Arbeitsleben in einer Werkstatt für behinderte Menschen zu ermöglichen,“ erklärt Senatorin Dr. Heidi Knake-Werner.

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