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Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher: Auch in Berlin stehen wir „Gemeinsam gegen Aids“

Pressemitteilung vom 28.11.2006

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz teilt mit:

Die tödliche Bedrohung durch Aids ist weltweit gestiegen. Das Motto, das über dem diesjährigen Welt-Aids-Tag 2006 am 1. Dezember steht, fordert deshalb: „Gemeinsam gegen Aids. Wir übernehmen Verantwortung. Für uns selbst und andere.“ Auch in Berlin gibt es keinen Grund, in der Prävention nachzulassen, denn es gibt in der Stadt wieder mehr HIV-Neuinfektionen. Wurden im Durchschnitt in den letzten zehn Jahren etwa 275 Neudiagnosen gestellt, so waren es im zurückliegenden Jahr 374 Neudiagnosen. Zum Vergleich: zwischen Juli 2004 und Juni 2005 waren es noch 339 Menschen, bei denen eine HIV-Infektion festgestellt worden ist. Nach wie vor sind Männer, die Sex mit Männern haben, die Hauptbetroffenengruppe. Ihr Anteil unter den HIV-Neudiagnosen beträgt über 70 %. 3.157 Menschen sind in Berlin bereits an Aids gestorben.

Die Kampagne zum diesjährigen Welt-Aids-Tag erinnert daran, dass Safer Sex und Kondome als Schutz vor einer Ansteckung nach wie vor notwendig sind. Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher erklärt: „Prävention bleibt oberstes Gebot. Damit sich aber möglichst viele Menschen in möglichst vielen Situationen schützen, ist neben Prävention und Aufklärung auch ein gesellschaftliches Klima ohne Vorurteile, Diskriminierung und Ausgrenzung nötig. Und dafür trägt jeder und jede Einzelne Verantwortung. Aids geht uns nach wie vor alle an, und alle können etwas gegen HIV und Aids tun, nicht nur im Umfeld des Welt-Aids-Tages. Um dieses Klima zu schaffen, wurde in Berlin eine gute Versorgungsstruktur für Menschen mit HIV und Aids etabliert. Seit Anfang 2006 erfolgt die Förderung der Freien Träger und Selbsthilfeprojekte im Rahmen des Integrierten Gesundheitsvertrages (IGV) der zwischen dem Land Berlin und dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband, Landesverband Berlin, e.V. geschlossen wurde. Dadurch wurde die Förderung von Aids-Selbsthilfeprojekten langfristig bis Ende 2010 abgesichert. Allein 2006 stellt Berlin hier 2.175.000,— € für die Freien Träger zur Verfügung.

Im Rahmen der Umsetzung des neuen Gesundheitsdienstgesetzes ist geplant, die bisherigen Sozialmedizinischen Dienste und die Beratungsstellen für sexuell übertragbare Erkrankungen sowie Aids in 4 Zentren für Sexuelle Gesundheit und Familienplanung zusammenzuführen. Synergiegewinne werden hier vor allem im Verwaltungsbereich erzielt. Um dem wachsenden Bedarf von Menschen, die einen anderen kulturellen Hintergrund haben, gerecht zu werden, sind erstmals im Öffentlichen Gesundheitsdienst für diese Zentren Personalstellen für Sprachmittler vorgesehen. Im Bereich der bisherigen Beratungsstellen für sexuell übertragbare Erkrankungen sowie Aids bleibt das Fachpersonal erhalten.“

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Roswitha Steinbrenner
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