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„Strategien der Arbeitsmarktsintegration von Migranten. Ein Vergleich zwischen Kopenhagen, Wien und Berlin“, internationale Konferenz in Berlin

Pressemitteilung vom 22.11.2006

Der Beauftragte des Senats für Integration und Migration teilt mit:

Berlins Integrationsbeauftragter Günter Piening sieht im Neuzuschnitt der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales eine große Chance für die Berliner Integrationspolitik. „Die Integration von Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt ist für Berlin eine entscheidende Zukunftsfrage“, erklärt Piening anlässlich der internationalen Konferenz „Strategien der Arbeitsmarktsintegration von Migranten. Ein Vergleich zwischen Kopenhagen, Wien und Berlin“, die vom 23. bis 24. November im Roten Rathaus stattfindet. Auch angesichts der demografischen Prognosen sei es eine entscheidende Zukunftsaufgabe für Berlin, die Potenziale von Migranten/innen stärker zu nutzen als bisher.

„Arbeit ist der wichtigste Motor der Integration in die Gesellschaft“, so Piening weiter. Dabei stellten Migrantinnen und Migranten jedoch keine homogene Gruppe dar: „Migrantinnen und Migranten haben unterschiedliche Fähigkeiten, Qualifikationen und Erwerbsbiografien. Deshalb brauchen wir ein ausdifferenziertes System an Angeboten, die den Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen.“ Der Erfahrungsaustausch über solche Angebote in Berlin, Kopenhagen und Wien steht im Mittelpunkt der internationalen Konferenz am Donnerstag und Freitag in Berlin. Sie findet im Rahmen des EQUAL Programms statt, an dem sich der Integrationsbeauftragte mit dem Projekt „Qualifizierung für interkulturelle Arbeit – QiA“ beteiligt.

Ergebnisse des Modellprojektes QiA zeigen, dass Migranten/innen mit geringen formalen Qualifikationen im Anschluss an gute Integrationsmaßnahmen Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt finden können. Zu den Erfolgsfaktoren gehören eine umfassende Betreuung, das Erlernen der Fachsprache sowie erste Kontakte mit potenziellen Arbeitgebern durch Praktika. Häufig verfügen Migrantinnen und Migranten über keine arbeitsmarktrelevanten Netzwerke. Dies kann durch den Einsatz von Mentoren sehr gut kompensiert werden.

Auch die Jobcenter müssten sich für diese neuen Ansätze stärker öffnen, fordert Piening. „Ob bei der Beratung, der Qualifizierung oder bei der Arbeitsvermittlung: Die speziellen Belange und Bedürfnisse von Migrantinnen und Migranten müssen konsequent berücksichtigt werden.“ Er unterstreicht in diesem Zusammenhang die Forderung der Koalitionsvereinbarung, nach der sich die Jobcenter interkulturell öffnen und ihre Mitarbeiter/innen entsprechend fortbilden sollen.

Die Konferenz findet am 23. und 24. November von 10 bis 16.00 Uhr im Berliner Rathaus (Louise Schroeder Saal), Rathausstraße 15, 10118 Berlin statt. Das Tagungsprogramm finden Sie auf der Internetseite: [[http://www.qia-berlin.de|www.qia-berlin.de]]

Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

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