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Integrationspreis 2006 geht an das Pflegezentrum St. Marienhaus in Kreuzberg und die ethnopsychiatrische Ambulanz der Charité

Pressemitteilung vom 15.11.2006

Der Landesbeirat für Integrations- und Migrationsfragen teilt mit:

An zwei Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen geht der diesjährige Integrationspreis, mit dem ihre erfolgreiche interkulturelle Öffnung auszeichnet wird. Dieser Preis wird jedes Jahr vom Landesbeirat für Integrations- und Migrationsfragen ausgelobt. Verliehen wird er am 16. November 2006 um 16.00 Uhr auf dem 3. Berliner Integrationstag in der Werkstatt der Kulturen.

Der Landesbeirat für Integrations- und Migrationsfragen hatte im Frühjahr entschieden, den Integrationspreis 2006 an die Berliner Gesundheits-und Pflegeeinrichtungen zu vergeben, die erfolgreiche Wege der interkulturellen Öffnung beschritten haben. Das Preisgeld in Höhe von 5.000 € stellt der Beauftragte für Integration und Migration des Senats von Berlin, Günter Piening, zur Verfügung.

Piening: “Die Praxis der Gesundheitsversorgung und Pflege zeigt häufig, dass Migrantinnen und Migranten besonders hohe Zugangsbarrieren zu Versorgungsleistungen haben. Es handelt sich dabei vor allem um Sprachbarrieren und Verständigungsschwierigkeiten, aber auch um Informationsdefizite. Zudem berücksichtigen viele Dienstleister die Lebensumstände von Migrantinnen und Migranten nicht genug. Auf der anderen Seite gibt es in unser Stadt aber immer mehr positive Beispiele: Einrichtungen, die solche Zugangsbarrieren für Migrantinnen und Migranten abbauen.”

Neun Bewerbungen sind auf die Ausschreibung eingegangen, die alle von einem hohen Engagement geprägt sind. Für Berlins Integrationsbeauftragten Günter Piening verdeutlichen die eingereichten Bewerbungen den Aufbruch, der das Berliner Gesundheits- und Sozialwesen erfasst hat. Immer mehr Einrichtungen beschäftigen sich damit, alle Menschen, die in dieser Stadt leben, zu behandeln oder zu pflegen.

Die Jury des Integrationsbeirats beschloss den Preis aufzuteilen und nominierte als Hauptpreisträger mit je 2.500,- €:

Das Pflegezentrum St. Marienhaus Berlin-Kreuzberg.
Diese Einrichtung verfolgt ein ausgewogenes Konzept der kultursensiblen Pflege. Ausschlaggebend für die Jury war die Tatsache, dass das St. Marienhaus den Prozess der Interkulturellen Öffnung als Teil der Personal- und Organisationsentwicklung begriffen hat – und Veränderungen auf allen Ebenen der Organisation vorgenommen hat, von den Pflegekräften bis zur Hausleitung. Der Erfolg gibt ihnen Recht: die Zahl der Bewohner mit Migrantionshintergrund steigt kontinuierlich. So leben derzeit rund 18 Prozent Muslime in dem Pflegehaus.

Die ethnopsychiatrische Ambulanz der Charité, Campus Mitte.
Diese Krankenhauseinrichtung hat sich vorgenommen, den Abbau von sprachlichen und kulturellen Zugangsbarrieren bei der psychiatrischen Versorgung abzubauen. Dabei hat die ethnopsychiatrische Ambulanz nicht nur für sich selbst einen Prozess der interkulturellen Öffnung in Gang gesetzt. Die Einrichtung berät und unterstützt auch andere psychiatrische Einrichtungen beim bedarfsgerechten Umgang mit Migrantinnen und Migranten. Die Jury hat dieses Konzept überzeugt. Sie hofft, dass es in anderen Bereichen der Charité sowie in anderen Berliner Krankenhäusern Nachahmer geben wird.

Die Preisverleihung findet im Rahmen des 3. Berliner Integrationstages statt
am Donnerstag, den 16.11.2006, in der Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr.32, 12049 Berlin-Neukölln.
Um 16.00 Uhr überreicht der Staatssekretär für Gesundheit, Dr. Schulte-Sasse, die Urkunden an die Preisträgerinnen und Preisträger.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Medienvertreter/innen sind herzlich eingeladen.
Informationen unter 030 – 9017-2356
(Hinweise darauf unter: [[/lb/intmig/beirat/integrationstag/index.html|http://www.berlin.de/lb/intmig/beirat/integrationstag/index.html]])

Rückfragen:
John Röhe
Telefon: 9017-2357
E-Mail: john.roehe@auslb.verwalt-berlin.de