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Verzehrempfehlung für Zimt und zimthaltige Produkte

Pressemitteilung vom 20.10.2006

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Zimt ist seit Jahrhunderten ein beliebtes Gewürz, das für die Verfeinerung von Speisen wie z. B. Griesbrei und Reisbrei oder von Weihnachtsgebäck eingesetzt wird. Nicht zu vergessen ist der Glühwein, dem Zimt besondere Geschmacksnote verleiht.

Der üblicherweise im Handel befindliche Zimt (Cassia-Zimt) enthält von Natur aus relativ hohe Gehalte an Cumarin. Cumarin ist ein natürlicher, in bestimmten Zimtarten und z. B. auch in Waldmeister vorkommender Aromastoff. Zimt wird nicht nur im Haushalt als Gewürz verwendet, er wird auch in der Lebensmittelindustrie zur Herstellung zimthaltiger Lebensmittel eingesetzt. Die Gabe von Cumarin als Arzneimittel hat gezeigt, dass eine regelmäßige Aufnahme dieses Stoffes bei empfindlichen Personen zu Leberschäden führen kann, die allerdings reversibel sind. Gleichwohl sind in der medizinischen Literatur keine Fälle dokumentiert, die auf einen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Zimt oder zimthaltigen Lebensmitteln und entsprechenden Erkrankungen der Leber schließen lassen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) geht aber davon aus, dass auch geringe Aufnahmemengen bei kleinen Kindern wegen ihres geringeren Körpergewichtes durchaus zur Überschreitung der verträglichen Menge führen können. Im Rahmen des vorsorgenden gesundheitlichen Verbraucherschutzes – auch im Hinblick auf das nahende Weihnachtsfest – weisen wir darauf hin, dass Kinder unter 5 Jahren zimthaltige Lebensmittel (insbesondere Zimtsterne, Milchreis mit Zimt oder Frühstückscerealien mit Zimt) nicht täglich verzehren sollten. Das gilt für industriell oder im privaten Haushalt hergestellte Produkte gleichermaßen. Auch Erwachsene sollten dieses Gewürz sparsam einsetzen und zimthaltige Lebensmittel nur maßvoll verzehren.

Diese Verzehrsempfehlung gilt solange, bis sich weitestgehend cumarinfreie zimthaltige Lebensmittel im Handel befinden. Die Umstellung der Rezepturen kann durchaus noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Die Berliner Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsämter sind von uns aufgefordert worden, Proben von Produkten Berliner Hersteller aus Industrie und Handwerk zu nehmen und im Institut für Lebensmittel, Arzneimittel und Tierseuchen auf den Cumarin-Gehalt untersuchen zu lassen.

Weitere Informationen in Internet unter: [[/sen/verbraucherschutz/zimt.html|http://www.berlin.de/sen/verbraucherschutz/zimt.html]]

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
Telefon: 90282743
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