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Berlins Beauftragter für Integration und Migration Günter Piening zum aktuellen Notruf der Neuköllner Rütli-Hauptschule

Pressemitteilung vom 30.03.2006

Der Beauftragte des Senats für Integration und Migration informiert:

Der Hilferuf der Rütlischule zeigt auf dramatische Weise, wie sich die zerstörerischen Folgen der Jugendarbeitslosigkeit in die Hauptschulen verlagern. Hier offenbart sich brutal die traurige Realität, dass viele Hauptschulen ihrer Klientel kaum etwas anzubieten haben. Angesichts der Perspektivlosigkeit der Jugendlichen stellt sich jetzt die Frage nach den Perspektiven der Hauptschulen generell. Die Schulen leiden unter diesem Druck, manche halten ihn nicht aus und scheitern. Das ist aber keineswegs der Regelfall.

Die Schulpolitik hat in den vergangenen Jahren viele wichtige Weichenstellungen unternommen, die sich vorrangig auf die frühkindliche Spracherziehung und die Reform der Grundschulen konzentriert haben. Das war notwendig und richtig, so der Integrationsbeauftragte weiter. Im nächsten Schritt muss der Schwerpunkt auf die Sekundarstufe I verlagert werden. Hauptschulen in sozialen Brennpunktgebieten brauchen Unterstützung im Konfliktmanagement durch Schulsozialarbeit, die außerschulische Partner – wie Jugendämter und Polizei – einbezieht. .

Vor diesem Hintergrund zeigt sich, dass die Entscheidung des Berliner Integrationsbeauftragten richtig ist, den Übergang von der Oberschule in Ausbildung und Beschäftigung in den Mittelpunkt zu stellen. Der Senat kann hier Handlungskompetenz zeigen, wenn er Qualifizierungsnetzwerke unterstützt, die Verzahnung zwischen Schule und Berufsausbildung vorantreibt und Ausbildungseinrichtungen auf ihre Eignung und Kompetenz gerade für Migrantenjugendliche überprüft.
Die Veranstaltung „Ausbildung und Beschäftigung von Migranten“ am 4. April 2006 im Berliner Rathaus, so Piening, stellt sich genau diesen drängenden Fragen.

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John Röhe
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