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Rahmenvereinbarung zur Sozialpädiatrischen Versorgung und Frühförderung in Berlin sichert hochwertige Versorgung

Pressemitteilung vom 28.03.2006

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Berlin hat ein bundesweit herausragendes sozialpädiatrisches Versorgungsangebot aufgebaut. Zu diesem Angebot gehören 6 als sozialpädiatrische Zentren ermächtigte Trägereinrichtungen mit insgesamt 14 Standorten und 5 klinikgebundene Zentren. Rund 16.000 Berliner Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren werden hier betreut. Eine neue Rahmenvereinbarung sichert dieses bewährte Angebot auf außergewöhnlich hohem Niveau und wird es weiterentwickeln. Die Rahmenvereinbarung wurde jetzt von den Berliner Krankenkassenverbänden sowie den Senatsverwaltungen für Bildung, Jugend und Sport und für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz als den zuständigen Leistungsträgern für die sozialpädiatrische Versorgung geschlossen. In der Rahmenvereinbarung ist auch die interdisziplinäre Früherkennung und Frühförderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder bis zur Einschulung enthalten, womit die im Jahr 2003 auf der Grundlage des SGB IX erlassene Frühförderungsverordnung umgesetzt wird.

Doch Berlin war dem schon einen großen Schritt voraus und hatte sein sozialpädiatrisches Versorgungsangebot bereits vor der Neufassung des im SGB IX geregelten Rehabilitationsrecht etabliert, das der Früherkennung und Frühförderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder vor dem Erreichen des Schulalters einen besonderen Stellenwert einräumt. Schon seit den 90er Jahren werden hier bei chronisch kranken oder behinderten oder von Behinderung bedrohten Kindern und Jugendlichen bis zum Alter von 18 Jahren medizinische und heilpädagogische Leistungen zur Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation als Komplexleistung von den sozialpädiatrischen Einrichtungen erbracht. Den sozialpädiatrischen Zentren an Berliner Krankenhäusern kommt im Schwerpunkt die besonders spezialisierte Versorgung zu, während die ebenfalls als sozialpädiatrische Zentren ermächtigten Kinder- und Jugendambulanzen die wohnort- und familiennahe Behandlung leisten, einschließlich therapeutischer Maßnahmen im Rahmen der Kindertagesstättenbetreuung.

Gesundheitssenatorin Dr. Heidi Knake-Werner und Bildungssenator Klaus Böger sehen in der Rahmenvereinbarung einen wichtigen Schritt zur Sicherung der sozialpädiatrischen Versorgung in Berlin. Sie unterstreichen: „Auch in Zukunft können sich Eltern behinderter oder von Behinderung bedrohter Kinder und ebenso die behandelnden Kinderärzte auf diese Versorgungsstruktur verlassen.“

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
Telefon: 9028-2743
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