Coronavirus in Berlin

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Erster Geflügelpestbefund bei Mäusebussard in Berlin

Pressemitteilung vom 24.03.2006

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Bei einem im Bezirk Marzahn-Hellersdorf tot aufgefundenen Mäusebussard wurde eine H5N1-Infektionen nachgewiesen und damit der Verdacht auf den Ausbruch der Vogelgrippe festgestellt. Ob es sich dabei um die aggressive Variante des Erregers handelt und sich damit der Verdacht bestätigt, wird derzeit im Nationalen Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Institutes, Insel Riems untersucht. Es ist der erste derartige Fall im Land Berlin.

Gesundheitssenatorin Dr. Heidi Knake-Werner: “Berlin ist gut für den Ernstfall vorbereitet. Beim bisher beobachteten epidemiologischen Verlauf der Geflügelpest war es nur eine Frage der Zeit, bis auch Berlin betroffen sein würde. Die Berliner Behörden tun alles Notwendige, um ein Ausbreiten der Tierseuche auf Nutztiere zu verhindern. Eine höhere Gefährdung für den Menschen ergibt sich aus dem Tierseuchenfall nicht. Ab heute Mittag wird in meiner Verwaltung ein Bürgertelefon für Anfragen bereitstehen.”

Bei dem Tier handelt es sich um einen Einzelfund, eine größere Anzahl von verendeten Vögeln wurde bisher nicht gefunden. In diesem Jahr sind mehr als 1.000 verendete Wildvögel in Berlin mit negativem Ergebnis untersucht worden. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf hat als zuständige Behörde umgehend die in der Wildvogel-Geflügelpestschutzverordnung aufgeführten Maßnahmen eingeleitet. Er richtet umgehend einen Sperrbezirk mit 3 Kilometer Radius und ein Beobachtungsgebiet mit 10 Kilometer Radius um den Fundort in Berlin-Biesdorf ein. Das Beobachtungsgebiet umfasst Teile der Brandenburger Landkreise Barnim und Märkisch-Oderland sowie der Berliner Bezirke Pankow, Lichtenberg, Treptow-Köpenick, Friedrichshain-Kreuzberg sowie Neukölln. In Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet dürfen Geflügel, Vögel anderer Arten und deren Erzeugnisse ohne veterinärbehördliche Genehmigung nicht aus den Beständen entfernt werden. Allen betriebsfremden Personen ist der Zutritt zu Geflügelställen verboten. Im Sperrbezirk werden zusätzlich alle Geflügelbestände und Außenhaltungen anderer Vogelarten regelmäßig durch das Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt auf Krankheitssymptome untersucht. Katzen sind in diesem Gebiet einzusperren und Hunde an der Leine zu führen.

Die behördlicherseits ergriffenen und angeordneten Sperr- und Hygienemaßnahmen sollen dazu dienen, die Einschleppung des Virus in die Hausgeflügelbestände zu vermeiden. Für die Bevölkerung besteht derzeit bei Einhaltung der üblichen Hygieneregeln – keine Kadaver anfassen, nach Wildtierkontakt Hände gründlich mit Seife waschen – nach wie vor keine erhöhte Gefahr. Nähere Informationen können Sie der Website der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz entnehmen [[/sengsv/index.html|http://www.berlin.de/sengsv/index.html]].

Das Bürgertelefon unter der Rufnummer 030 – 9028 28 28 ist ab sofort montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und an diesem Wochenende von 10 bis 16 Uhr besetzt.

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
Telefon: 9028-2743
E-Mail: pressestelle@sengsv.verwalt-berlin.de