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Jüdisches Krankenhaus Berlin bereitet sich auf den Ernstfall vor

Pressemitteilung vom 09.03.2006

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Vorbereitung der Berliner Krankenhäuser auf ABC-Schadenslagen: Dekontaminationstraining im Rahmen der Großübung „Triangel“ am 11.03.2006 im Jüdischen Krankenhaus Berlin.

Unter Federführung der Berliner Feuerwehr wird am 11. März 2006 in Berlin eine Großübung mit mehreren Szenarien durchgeführt. Dabei soll die Zusammenarbeit unter anderem von Feuerwehr, Polizei, Krankenhäusern und Hilfsorganisationen erprobt werden. Gegen 11:45 Uhr ist geplant, am Bahnhof Gesundbrunnen einen Unfall mit “Schadstoffausströmung” zu simulieren. Das nahe am Unfallort gelegene Jüdische Krankenhaus (13347 Berlin-Wedding, Heinz-Galinski-Straße 1) hat die Aufgabe, dabei kontaminierte Personen einer Erstversorgung zu unterziehen.

Im Ernstfall sollten möglichst unverzüglich notwendige Personendekontamination an der Schadensstelle selbst durchgeführt werden. Trotzdem ist davon auszugehen, dass kontaminierte unverletzte und kontaminierte leicht verletzte Personen sich von der Schadensstelle entfernen und selbstständig umliegende Krankenhäuser aufsuchen. Hierdurch können weitere Personen, Gegenstände, Verkehrsmittel und Innenräume kontaminiert werden. Das vorgesehene Schutzszenario erfordert ein schnelles Erkennen der Gefährdungssituation und die rasche Inbetriebnahme und Umsetzung der vorgesehenen Schutzmaßnahmen. Es wird der Aufbau der auch von den örtlichen Gegebenheiten abhängigen Schutzmaßnahmen innerhalb von 20 Minuten nach dem Erkennen der besonderen Gefährdungssituation angestrebt.

Der im Rahmen des Trainings im Jüdischen Krankenhaus erstmals erprobte Ablauf sieht neben dem Anlegen der Schutzkleidung und dem Aufbau einer Registrierungsstelle die Errichtung eines geeigneten Zeltes zur Entkleidung und zur Dekontamination vor. Die Ziele der Übung bestehen in der Überprüfung der geplanten zeitlichen und organisatorischen Abläufe und in der Bewertung der ausgewählten materiellen Ausstattung, insbesondere hinsichtlich der Eignung des ausgewählten Zeltes.

Die Auswertung der mit diesem Training gewonnenen Erkenntnisse soll eine optimale und einheitliche Ausstattung der Berliner Kliniken auf der Basis unserer theoretischen Überlegungen, ergänzt durch praktische Erfahrungen, sicherstellen.

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Roswitha Steinbrenner
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