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Vivantes Klinikum im Friedrichshain probt mit Gesundheitsverwaltung Notfallversorgung bei Schadenereignis

Pressemitteilung vom 28.02.2006

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Im Vivantes Klinikum im Friedrichshain ist heute erstmals die Notfallversorgung bei einem Schadenereignis mit atomaren, chemischen oder biologischen Stoffen öffentlich geprobt worden. Die Übung dient der Berliner Gesundheitsverwaltung dazu, gemeinsam mit dem Vivantes Klinikum als Pilothaus ein neues Notfallkonzept zu entwickeln und zu testen, das später auf andere Berliner Krankenhäuser ausgeweitet werden soll. „Berlin ist damit das erste Bundesland, das im Rahmen von Vorsorgemaßnahmen ein abgestuftes Konzept zum Aufbau von Dekontaminationsmaßnahmen in den Krankenhäusern realisiert“, erklärte Gesundheitssenatorin Dr. Heidi Knake-Werner bei der heutigen Pressevorführung im Vivantes Klinikum im Friedrichshain.

Ziel der Übung war es, die geplanten zeitlichen und organisatorischen Abläufe sowie das eingesetzte Material zu prüfen und zu bewerten. Die Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse soll – so Knake-Werner – später die optimale und einheitliche Ausstattung der Berliner Kliniken sicherstellen. Die Gesundheitssenatorin zeigte sich nach dem Testlauf zufrieden: „Die hier gesammelten Erfahrungen sind eine wichtige Grundlage für die Einrichtung weiterer Dekontaminationsstellen an geeigneten Berliner Krankenhäusern.“

Innerhalb von 20 Minuten nach dem Erkennen der besonderen Gefährdungssituation – so lauteten die Vorgaben für die heutige Übung – mussten die von den örtlichen Gegebenheiten abhängigen Schutzmaßnahmen aufgebaut sein. Geprobt wurden das Anlegen von Schutzkleidung, der Aufbau einer Registrierungsstelle zur Erfassung der Patientendaten und das Aufstellen eines geeigneten Zeltes zur Entkleidung vor der Physikalischen Therapie im Krankenhaus. Die eigentliche Dekontamination erfolgte dann im Bäderbereich der physikalischen Therapie.

Vivantes-Chef Holger Strehlau-Schwoll lobte den reibungslosen Ablauf der Übung und wies auf die Bedeutung des Vivantes-Krankenhauses für die Notfallversorgung in Berlin hin: „Als eines von sechs Berliner Krankenhäusern der höchsten Versorgungsstufe ‚Unfallschwerpunktkrankenhaus’ ist das Vivantes Klinikum im Friedrichshain prädestiniert für die Erprobung des Versorgungsablaufs von Katastrophenopfern, die mit Gefahrstoffen kontaminiert sind.“ Im Katastrophenfall stehe für die Versorgung von bis zu 60 Verletzten aller Schweregrade das gesamte Spektrum der Notfallmedizin zur Verfügung. Dazu gehörten beispielsweise Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Allgemeinchirurgie und Neurochirurgie, ein Notarztwagenstandort mit speziell ausgebildeten Notärzten aus verschiedenen Fachrichtungen und zwei große Intensivtherapieeinrichtungen. Außerdem sei das gesamte Spektrum der Inneren Medizin einschließlich einer Klinik für Neurologie verfügbar.

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