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Das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit warnt vor gefährlichem Spielzeug „Puffer Ball“

Pressemitteilung vom 16.02.2006

Das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit (LAGetSi) teilt mit:

Als Produktsicherheitsbehörde überprüft das LAGetSi den Berliner Handel, ob nur sichere und richtig gekennzeichnete Produkte verkauft werden.

Ein Modespielzeug ist derzeit der “Puffer Ball”. Elastische, weiche, verschieden farbige Kunststoff-Bälle mit kurzen elastischen Fransen werden unter dieser Bezeichnung verkauft. Einige Ausführungen sind mit einem hochelastischem Wurfgummi versehen. Außerdem sind einige Varianten mit einem Blinkeffekt im Innern des Balls ausgestattet.

Von den Bällen gehen erhebliche Gefahren aus:

- Das für die Puffer Bälle verwendete Polymermaterial ist leicht entzündlich, die Flammen breiten sich rasch aus, das Material brennt vollständig ab.
- Beim Werfen des Kunststoffballs dehnt sich das Wurfgummi aus. Wenn sich beim Zurückbewegen des Balls das Gummiseil um den Hals des Kindes wickelt und sich dann nochmals zusammenzieht, besteht Strangulationsgefahr.
- Wesentliche Inhaltsstoffe sind aromatische Kohlenwasserstoffe, die ein Gesundheitsrisiko darstellen. Zudem ist ein starker, übel riechender Lösemittelgeruch wahrnehmbar.

Zwar tragen die meisten Produkte die vorgeschriebene Kennzeichnung (CE-Kennzeichen und Warnhinweis/Warnsymbol „Nicht für Kinder unter 3 Jahren“). Dennoch handelt es sich um unsicheres Spielzeug.

Nach den Europäischen Sicherheitsbestimmungen darf Spielzeug kein Brandrisiko darstellen. Es muss aus Stoffen zusammengesetzt sein, die nicht oder nur schwer entflammbar sind.

Das vorgefundene Spielzeug entspricht nicht den europäischen Sicherheitsanforderungen und darf daher nicht verkauft werden.

Das LAGetSi kontrolliert derzeit schwerpunktmäßig Handelseinrichtungen, in denen derartiges Spielzeug verkauft wird. Dabei mussten bereits Hunderte Puffer Bälle aus dem Verkehr genommen werden.

Das LAGetSi rät Berliner Kindern und ihren Eltern: Hände weg von den gefährlichen Puffer Bällen!

Weitere Infos und Presseservice (Fotos) unter [[http://www.lagetsi.berlin.de|http://www.lagetsi.berlin.de]]

Rückfragen:
Dr. Robert Rath
Telefon: 9021-5340
E-Mail: robert.rath@lagetsi.verwalt-berlin.de