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Vivantes unterstützt jugendliche Flüchtlinge auf dem Weg in einen Pflegeberuf

Pressemitteilung vom 13.02.2006

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Das Krankenhausunternehmen Vivantes hat dem Senat angeboten, rund 20 jugendliche Flüchtlinge, die eine Ausbildung im Pflegebereich beginnen möchten, zu unterstützen. Die Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Dr. Heidi Knake-Werner begrüßt dieses Angebot ausdrücklich, jugendlichen Flüchtlingen den Zugang zu einer regulären Berufsausbildung im Pflegebereich zu ermöglichen. Dies sei ein Novum, denn bislang hätten jugendliche Flüchtlinge auf Grund ihres ausländerrechtlichen Statuses keinen Ausbildungsplatz erhalten können. Eine Kooperationsvereinbarung zwischen Vivantes und der EQUAL Entwicklungspartnerschaft bridge, die in Berlin und Brandenburg berufliche Qualifizierungsmodule und Betreuung für jugendliche Flüchtlinge anbietet, ist die Grundlage dieses Angebots.

Die Jungendlichen sollen in einer intensiven dreimonatigen Betreuungsphase auf die Aufnahmeprüfungen im Herbst 2006 vorbereitet werden. Bereits während dieser Phase können sie in den Vivantes-Kliniken Praktika absolvieren und durch die praktische Arbeit ihre Eignung und ihren Berufswunsch hinterfragen. Die Entwicklungspartnerschaft bridge betreut die Jugendlichen in dieser Zeit und bietet neben sozialer Beratung auch Sprachkurse. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind und die Jugendlichen nach intensiver Begleitung dann den Aufnahmetest bestanden haben, können sie am 1. Oktober bei Vivantes eine Ausbildung zum Altenpfleger/in oder zum Gesundheits- und Krankenpfleger/in beginnen.

Die Senatorin würdigt dieses Kooperationsvorhaben als nachahmenswerte Methode für eine gelungene Integration. Es wurde möglich, da im Zuge einer Weisung des Berliner Innensenators einige Jugendliche, die jahrelang lediglich mit einer Duldung in Berlin lebten, eine befristete Aufenthaltserlaubnis erhalten haben und daher eine Ausbildung beginnen dürften, erklärt die Senatorin. „Es ist unser erklärtes Ziel, der Perspektivlosigkeit vieler jugendlicher Flüchtlinge ein Ende zu setzen. Das Angebot von Vivantes, diesen Jugendlichen eine realistische Chance für einen Start ins Berufsleben zu geben, ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung und sollte anderen Unternehmen Vorbild sein. Hier werden nicht nur den jungen Menschen selbst neue Lebensperspektiven eröffnet. Wir brauchen auch insgesamt im Pflegebereich mehr qualifiziertes Personal mit Migrationshintergrund, um damit dem wachsenden Anteil einst zugewanderter älterer pflegebedürftiger Menschen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gerecht zu werden,“ so Senatorin Dr. Heidi Knake-Werner.

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
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