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Gesundheitssenatorin Dr. Heidi Knake-Werner: 10 Jahre BKK Ost – 10 Jahre Erfolgsgeschichte

Pressemitteilung vom 19.01.2006

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz teilt mit:

Der BKK Landesverband Ost begeht sein 10jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass findet morgen Vormittag in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften eine feierliche Veranstaltung mit über 300 Gästen statt. Der BKK Landesverband war aus einer erfolgreichen Fusion von fünf Kassenverbänden der neuen und der alten Bundesländer hervorgegangen.

Die Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Dr. Heidi Knake-Werner gratuliert zu diesem Jubiläum sehr herzlich und würdigt die Gründung des Verbandes in seiner länderübergreifenden Größe als äußerst gelungenes Ereignis – sowohl für die Kassen als auch deren Mitglieder. Die grenzüberschreitende Zusammensetzung mit den unterschiedlichen Befindlichkeiten von Ost und West bedeutete von Anfang an Chance und Herausforderung, die bis heute trotz vieler Schwierigkeiten mit Erfolg gemeistert worden seien. Die Senatorin erinnert: „Noch heute leidet das Berliner Gesundheitswesen aufgrund der früheren aufwendigen Parallelstrukturen unter Überversorgung im Krankenhausbereich. Beim Mauerfall gab es in Berlin rund 43.000 Krankenhausbetten in 113 Krankenhäusern. Dadurch waren vor allem die regionalen Krankenkassen übermäßig belastet und machte sie von finanziellen Hilfen ihrer Bundesverbände abhängig. Mit der Berlin-Hilfe-Vereinbarung hatte sich das Land zu einer drastischen Absenkung der Krankenhausbudgets und zu weiteren strukturellen Maßnahmen verpflichtet. Das Bettenangebot konnte auf Bundesdurchschnitt reduziert werden, und das bei nach wie vor qualitativ sehr guter gesundheitlicher Versorgung der Patienten. Auch dies ist eine Folge des konstruktiven Miteinanders des Landes Berlin und des BKK Landesverbandes Ost.

Eine förderliche Rolle spielte der Krankenkassenverband auch bei der Sanierung der BKK Berlin, die den Weg für die Fusion mit der BKK Hamburg zur CITY BKK geebnet hat. Wir brauchen die Solidarität des BKK-Systems auch in Zukunft für den weiteren Sanierungsprozess und das schützenswerte Vertrauen der Versicherten in ihre Krankenkasse“, mahnt die Senatorin. „Die nach wie vor ungelösten Probleme der gesetzlichen Krankenversicherung belegen, wie dringend nötig eine grundlegende Reform des Gesundheitssystems ist. Die Stärkung der Einnahmeseite für eine Beitragssatzstabilität der Krankenversicherung darf aber nicht die Patientinnen und Patienten weiter belasten. Sie sind genug zur Kasse gebeten worden.“

Die Senatorin wünscht dem BKK Landesverband weiterhin viel Erfolg im Umgang mit deren Mitgliedskassen und bei den kommenden Aufgaben. Die künftigen großen Herausforderungen würden aus der demografischen Entwicklung, den Veränderungen in der Arbeitswelt und beim medizinischen Fortschritt erwachsen.

Rückfragen:
Roswitha Steinbrenner
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