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Sarrazin und Buschmann kritisieren B.Z.-Berichterstattung zum Personalüberhang

Pressemitteilung vom 16.11.2006

Die Senatsverwaltung für Finanzen teilt mit:

Zur heutigen Berichterstattung der B.Z. über die Personalversammlung der Mitarbeiter im Personalüberhang erklärt Finanzsenator Thilo Sarrazin: “Hier werden sowohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Überhang als auch die Arbeit des Zentralen Personalüberhangmanagements verunglimpft und in ein schiefes Licht gerückt. Die Zeitung hat dabei schlecht recherchiert – und die Logik des Überhangmanagements entweder nicht verstanden oder bewusst falsch dargestellt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Überhang, in der Mehrzahl übrigens keine Beamten, sitzen mitnichten unbeschäftigt in der Gegend herum. Sofern sie bislang nicht wieder auf dauerhaft finanzierte Stellen oder an externe Arbeitgeber vermittelt werden konnten, erledigen sie in Übergangseinsätzen für das Land sinnvolle Tätigkeiten. Das gezielte zentrale Management dieses Überhangs verursacht nicht etwa überflüssige Ausgaben, sondern es zahlt sich für die öffentliche Hand als Arbeitgeber gleich auf mehrfache Weise aus: Zum Einen ist nur durch das Überhangmanagement der Personalabbau als zentraler Baustein der Haushaltskonsolidierung in Berlin überhaupt in dieser Weise möglich. Zum Anderen sorgt die gezielte Vermittlung und gegebenenfalls Schulung geeigneter Kräfte dafür, dass freie Stellen statt mit zusätzlichem Personal von außen mit solchen besetzt werden, die schon auf der Gehaltsliste des Landes stehen – was erheblich Geld spart. Desweiteren können die Übergangseinsätze – wie etwa der erst heute vom Rechnungshof gelobte Einsatz von Wahlhelfern aus dem Personalüberhang – nicht selten den Einsatz ansonsten notwendigen externen Personals überflüssig machen oder sogar direkt Einnahmen für das Land Berlin erbringen. Projekte wie der Außendienst der bezirklichen Ordnungsämter wurden nur durch den Einsatz von Überhangpersonal überhaupt erst möglich.“

Auch der Direktor des Zentralen Personalüberhangmanagements (ZeP), Peter Buschmann, nahm die Überhangkräfte vor der polemischen Berichterstattung der B.Z. in Schutz: „Ich habe heute zahlreiche empörte Reaktionen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erhalten, die sich gegen den Unfug verwahren, den sie über sich heute in der Zeitung lesen mussten. Die Zuordnung zum Personalüberhang ist kein ‚Abstellgleis’, die Menschen werden weder ‚abgeschoben’ noch ‚vergessen’. Für über tausend von Ihnen war das ZeP schon die Brücke in eine dauerhafte, neue Beschäftigung. Und auch die anderen werden ja gerade nicht ohne Beschäftigung irgendwo sitzen gelassen, sondern sie leisten in Übergangseinsätzen wertvolle Arbeit für das Land Berlin.“

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