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WBM: Senat handelte frühzeitig

Pressemitteilung vom 15.02.2006

Die Senatsverwaltung für Finanzen teilt mit:

In der Berichterstattung und Kommentierung der „Berliner Morgenpost“ zur Situation der Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) vom heutigen Tage wird der Eindruck erweckt, der Berliner Senat bzw. die vom Land Berlin benannten Aufsichtsratsmitglieder hätten auf frühzeitige Erkenntnisse hierzu nicht rechtzeitig und angemessen reagiert. Dazu sind einige Punkte festzuhalten, die gegenüber der ‚Morgenpost‘ ausführlich erläutert wurden, aber leider in der Berichterstattung nur rudimentär Berücksichtigung fanden:

 Die in der Veröffentlichung angesprochene Klausursitzung, zu der sich der Aufsichtsrat Analysen zu den Risiken der benannten Projekte vorlegen ließ, war gerade Ausdruck der Tatsache, dass die Situation kritisch bewertet wurde und die Angaben der früheren Geschäftsführung dazu entsprechend hinterfragt wurden.

 Zu dieser Zeit war der vollständige Austausch der Geschäftsführung als Konsequenz aus den Entwicklungen bereits eingeleitet.

 Die angesprochenen Risiken aus Projektentwicklungen wurden mit dem Jahresabschluss 2004 umfassend aufgearbeitet. Es wurden die entsprechenden hohen Abschreibungen vorgenommen, was zu dem bekannten Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2004 führte. Darüber wurde durch die Finanzverwaltung sowohl in der Pressekonferenz zur Entwicklung der Beteiligungsunternehmen im April 2005 als auch im Beteiligungsbericht 2005 öffentlich informiert.

 Die genannten Projektentwicklungen wurden vollständig vor der Amtszeit des aktuellen Senats eingeleitet. Der aktuelle Senat hat den Wohnungsbaugesellschaften von Beginn an die Vorgabe gemacht, im Bereich der finanziell riskanten Projektentwicklungen kein Neugeschäft mehr zu betreiben und sich auf das Kerngeschäft der Vermietung von Wohnungen zu konzentrieren.

 Über die später, im Verlauf des Jahres 2005, durch die neue Geschäftsführung der WBM aufgedeckten weiteren Risiken für die Unternehmensentwicklung und die problematische Liquiditätssituation wurde mehrfach und umfassend im Abgeordnetenhaus berichtet. Seither wurde durch die WBM ein Sanierungskonzept erarbeitet, dessen Eckpunkte ebenfalls öffentlich bekannt und diskutiert sind. Die – vertraulichen – unternehmensinternen Informationen hierzu stehen den zuständigen Abgeordneten in einem Datenraum zur Einsichtnahme zur Verfügung.

Rückfragen:
Matthias Kolbeck
Telefon: 90 20 41 72
E-Mail: pressestelle@senfin.verwalt-berlin.de