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Staatssekretär Thomas Härtel verleiht Berliner Medienpreis zur Eröffnung der Netd@ys Berlin

Pressemitteilung vom 17.11.2006

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Mit der Verleihung des Medienpreis „MediaMax“ des Landesprogramms jugendnetz-berlin.de eröffnet der Staatsekretär für Bildung, Jugend und Sport, Thomas Härtel, die Netd@ys Berlin 2006. Motto ist in diesem Jahr ‚Mehr Menschlichkeit und Perspektiven’. Mehr als 150 Partner von Jugendarbeit und Schule, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur engagieren sich bis zum 25. November 2006 zu den Themen Berufsorientierung, Zukunftsperspektiven und Lernen mit den neuen Medien. An 75 Veranstaltungsorten in allen Berliner Bezirken finden Schnupperkurse, Workshops und Fachdiskussionen statt.

Mit dem Medienpreis „MediaMax“ des Landesprogramms jugendnetz-berlin.de werden beispielhafte Projekte, Konzepte und Ideen der Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen in Berlin gewürdigt. In diesem Jahr wird der Medienpreis an fünf Projekte verliehen. Drei Projekte sind im Rahmen von jugendnetz-berlin.de im Förderprogramm ‚Steps into future’ der Medienanstalt Berlin-Brandenburg und der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin entstanden. Zwei Projekte erhalten den Sonderpreis zum Medienpreis. Die Preisträger erhalten den MediaMax-Pokal, eine Urkunde, Preisgeld und Sachpreise.

Thomas Härtel erklärte: „Junge Menschen sollen lernen, die Neuen Medien sinnvoll zu nutzen und dabei ihre sozialen Kompetenzen entwickeln. Dazu haben wir mit dem Landesprogramm ‚jugendnetz-berlin.de’ die Grundlagen zum vernetzten Arbeiten und zur Kooperation geschaffen und bauen diese weiter aus. Dafür brauchen wir die aktive Partnerschaft von Kita, Schule und Jugendarbeit, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft. Die Netd@ys Berlin bieten dafür ein gute Plattform. Meine besondere Anerkennung gilt den Jugendeinrichtungen in den Berliner Bezirken, die als Medienkompetenzzentren arbeiten.“ Er beglückwünschte die Preisträger und dankte dem Berliner Netd@ys Team und allen Partnern für ihre Unterstützung.

Der Medienpreis des Berliner Landesprogramms jugendnetz-berlin.de
„MediaMax“ wurde verliehen:

- Projekt „zippelzappel-hoeren anders ;-)“
des Zippel-Zappel e.V. Berlin Friedrichshain-Kreuzberg
Mädchen und Jungen im Alter von 5-12 Jahren des Integrationsschülerladens „Zippel-Zappel“ in Berlin-Kreuzberg produzieren und senden kurze Radiobeiträge als podcasts im Internet. Sie lernen den Umgang mit der Technik, machen Außenaufnahmen und entwickeln Kurzgeschichten zu Themen, die sie bewegen. Medienpädagoginnen und Medienpädagogen begleiten diese Arbeit. Diese und weitere Aktivitäten von Zippel-Zappel bieten Kindern mit und ohne Behinderungen gleichermaßen gute Chancen zur Entwicklung ihrer sprachlichen Fähigkeiten und Ausdrucksmöglichkeiten.

- Projekt „Schleichwerbung vs. Product-Placement“
des Medienkompetenzzentrums Steglitz-Zehlendorf im Jugendfreizeithaus Düppel
EU-weit diskutiert man über Werbebeschränkungen für spezielle Produkte, im deutschen Fernsehen streitet man über Schleichwerbung und Produkt-Placement. Schülerinnen und Schüler einer achten Klasse der Johann-Thienemann-Oberschule setzten sich kritisch mit der Realität in den Massenmedien auseinander. Sie befassten sich mit Formen und Möglichkeiten der Manipulation von Konsumentinnen und Konsumenten sowie mit dem Zusammenhang von Medienangeboten und Interessen der Wirtschaft. In Workshops reflektierten sie, inwieweit sie sich beeinflussen lassen und verarbeiteten die gewonnenen Erkenntnisse in eigenen Filmbeiträgen.

Für Projekte des Förderprogramms ‚Steps into future’ der Medienanstalt Berlin-Brandenburg und der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin im Rahmen des Landesprogramms ‚jugendnetz-berlin.de’:

- Projekt „Wir machen Medien!“
des Medienkompetenzzentrum Treptow-Köpenick „Medienetage“
Grundidee des Projekts „Wir machen Medien!“ ist es, sich über Medienberufe zu informieren und verschiedene Berufe bei einer selbstgestalteten Fernsehshow auszuprobieren: von der Produktionsleitung und Regie, über die Bedienung der Studiotechnik und der Gestaltung der Moderation, bis hin zur Maske und dem Catering. Im Ergebnis entstand eine wissenswerte und unterhaltsame TV-Show, mit Studiogästen und Einzelbeiträgen, von und für Jugendliche rund um das Thema Berufsbilder in Fernsehen und Film.

- Projekt “taz back stage”
des Jugendverbundprojekts MOVE „Motivieren und Vermitteln“ im Türkischen Bund Berlin-Brandenburg e. V.

Angeregt durch einen Preis im Wettbewerb „steps into future“ –den Besuch der Redaktion der Tageszeitung „taz“ entwickelte sich die Idee, mit Jugendlichen aus Kreuzberg zu erkunden, was alles dazugehört, dass diese Zeitung täglich neu erscheint. Jugendliche des Verbundprojekts MOVE besuchten die Redaktion der „taz“, sprachen mit dem Chef vom Dienst über die Besonderheiten der „taz“, interviewten Redakteurinnen und Redakteure verschiedener Ressorts sowie Mitarbeiter/innen im Bereich Produktion und besichtigten schließlich die Druckerei der Zeitung in Berlin-Hohenschönhausen. Alle Eindrücke und Erfahrungen wurden in einem Video verarbeitet und beschreiben auf anschauliche Weise Tätigkeiten und den Prozess zur Erstellung einer Tageszeitung.

- Projekt „Medienjungle – Das Brettspiel“
des Medienkompetenzzentrums Marzahn-Hellersdorf „FAIR“
Die spielerische Vermittlung von Wissen über die Medienberufe ist Hauptziel des Projekts „Medienjungle – Das Brettspiel“. Hierzu wurde von Jugendlichen ein Spiel entwickelt. In Anlehnung an ein klassisches Brettspiel sammeln die Mitspielerinnen und Mitspieler möglichst viele Informationen über Medienberufe und erfüllen anhand von Ereigniskarten spezielle Aufträge. Diese greifen reale Situationen des beruflichen Alltags auf, z. B. das Bewerbungsgespräch. Das Spiel fördert die gemeinschaftliche Auseinandersetzung mit verschiedenen Medienberufen und vermittelt einen guten Einblick in das Berufsleben.

Der Sonderpreis zum Medienpreis des Berliner Landesprogramms jugendnetz-berlin.de „MediaMax“ wurde verliehen :

- Projekt „Zukunftsdetektive“
der Initiative „Fliegenden Agenda 21“ Berlin Mitte
„Zukunftsdetektive“ sind Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren, die sich als Detektive in ihrem Wohnumfeld, Stadtteil oder Bezirk auf Entdeckungsreise/ Spurensuche nach Verbindungen zwischen dem Leben und Handeln hier und den Folgen in anderen Regionen der Welt begeben. Bei Ausflügen und in Workshops lernen sie Facetten verschiedener Kulturen kennen und erfahren so Neues und Fremdes. Nach dem Grundprinzip „Lernen mit allen Sinnen“ verarbeiten sie je nach Begabung, Fähigkeit und Neigung ihre Eindrücke: z. B. beim Basteln von Modellen, in Spielen und/oder am Computer. Ziel ist es, die Kinder dazu zu befähigen, sich in einer weiteren Projektstufe mittels Internet, E-Mail und Webcam mit Kindern in anderen Ländern über Alltagsbegebenheiten und Zukunftswünsche auszutauschen.

- Projekt “Power and Media”
des Drehmoment e. V., Berlin Treptow-Köpenick
Die Kombination von Abenteuer und Medien ermöglicht die jährlich stattfindende „Power and Media Tour“ an den Lac du Ste. Croix in Südfrankreich. In der Atmosphäre eines zweiwöchigen Zeltlagers können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Gruppen je nach Wetter, Lust und Laune Filme zu selbstgewählten Themen produzieren oder sich an verschiedenen sportlichen Aktivitäten wie Klettern, Surfen oder Kanufahren beteiligen. Gemäß dem Motto „Jeder kann – Niemand muss“ bietet die „Power and Media Tour“ Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren eine ideale Gelegenheit, Fähigkeiten und Kompetenzen im Umgang mit Medien konzentriert zu erwerben, sich gleichzeitig körperliche aktiv zu betätigen und ein Stück Frankreich kennen zu lernen.

Weitere Infos unter:
www.jugendnetz-berlin.de
www.netdays-berlin.de

Rückfragen:
Pressesprecher
Telefon: 9026 5846
E-Mail: pressesprecher@senbjs.verwalt-berlin.de