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Start des Berlin-Brandenburger Schülerlabor-Netzwerks GenaU - Neue Wege für qualifizierten Nachwuchs

Pressemitteilung vom 02.11.2006

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Andreas Storm, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Klaus Böger, Berliner Senator für Bildung, Jugend und Sport und Dr. Tobias Funk, Abteilungsleiter im brandenburgischen Bildungsministerium geben am 2.11.2006 den Startschuss für das neue Berlin-Brandenburger Schülerlabor-Netzwerk GenaU (Gemeinsam für naturwissenschaftlich-technischen Unterricht). Unter dem Titel „Neue Wege für qualifizierten Nachwuchs“ veranstaltet GenaU gemeinsam mit seinen Förderern – TSB Technologiestiftung Berlin, Robert Bosch Stiftung und Lernort Labor – den Auftaktkongress im Umweltforum Berlin.

„Der Standort Deutschland braucht mehr Nachwuchswissenschaftler. Schülerlabore sind ein hervorragendes Instrument, junge Menschen für Naturwissenschaften zu begeistern“, betont Andreas Storm.

„Die Forschungseinrichtungen und Universitäten bauen seit einigen Jahren erfolgreiche Brücken von der Wissenschaft in die Schulen,“ so Klaus Böger, „Naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler haben in Berlin und Brandenburg einen Standortvorteil. Denn unsere Schülerlabor-`Landschaft´ ist bundesweit einzigartig.“

Kinder und Jugendliche gewinnen durch das praktische Experimentieren in Schülerlaboren einen leichten Zugang zu Naturwissenschaft und Technik. Der Unterricht außerhalb des Klassenzimmers ist beliebt und erfolgreich. Die Nachfrage der Schulen übersteigt bei Weitem das, was die Schülerlabore derzeit leisten können.

Das Berlin-Brandenburger Schülerlabor-Netzwerk GenaU hat zum Ziel, die Angebote auszubauen und langfristig zu sichern. Als zentrale Anlaufstelle bietet es für Schulen, Wirtschaft und Politik Informationen und Kontaktvermittlung.

Gewinner des Malwettbewerbs „Arbeitswelt Wissenschaft“

Andreas Storm und Klaus Böger vergeben gemeinsam Preise an die Gewinner des Malwettbewerbs „Arbeitswelt Wissenschaft“. Die Klasse 6b der Carl-Bolle-Grundschule und die Klasse 6c der Erich-Kästner-Grundschule gewinnen eine Teilnahme an der „Kunterbunten SPECTRUM-Show“ im Deutschen Technikmuseum. Über einen besonderen Experimentiertag im Schülerlabor ihrer Wahl dürfen die Klasse 5a der Romain-Rolland-Oberschule, die Klasse 6a des Schadow-Gymnasiums und die Klasse 6a der Erich-Kästner-Grundschule sich freuen. Das Netzwerk erhielt 500 Bilder zum Malwettbewerb, den es im Vorfeld des Kongresses unter 5. und 6. Klassen ausgeschrieben hatte.

Die Schülerlabore im Netzwerk GenaU

Schülerlabore an Forschungseinrichtungen, Universitäten und Museen bieten Jugendlichen die Möglichkeit, in authentischer Forschungsumgebung und von WissenschaftlerInnen betreut zu experimentieren. Zudem bieten die Schülerlabore umfangreiche Lehrerfortbildungen und engagieren sich in der Ausbildung von Studierenden. Sie tragen damit aktuelle Forschung in die Gesellschaft.

Acht Schülerlabore aus Berlin und Brandenburg haben sich bisher im Netzwerk GenaU zusammen geschlossen. Sie bieten eine große Auswahl an Experimenten für alle Altersstufen:

- Am Hahn-Meitner-Institut in Berlin-Wannsee experimentieren SchülerInnen der Klassenstufen 9-13 mit Starkmagneten, Supraleitern und Solarzellen.

- Im Carl Zeiss Mikroskopierzentrum am Museum für Naturkunde untersuchen GrundschülerInnen kleine, verborgene Lebewesen im Wasser und dünne Schliffe von Meteoritengestein.

- Im DLR_School_Lab am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt beobachten die Jugendlichen wie sich Feuer in Schwerelosigkeit verhält.

- Im Gläsernen Labor auf dem Campus Berlin-Buch können die jungen ForscherInnen ihren eigenen „Genetischen Fingerabdruck“ analysieren.

- Im NatLab der Freien Universität erzeugen GrundschülerInnen mit Kittel und Schutzbrille im Chemielabor das Farbpigment „Berliner Blau“.

- Bei physik.begreifen am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY in Zeuthen erfahren Kinder mit eigenen Augen und Ohren den Unterschied zwischen Luft und Vakuum.

- Das PhysLab der Freien Universität bietet zahlreiche Experimente aus den verschiedensten Bereichen der Physik. Zusätzlich können interessierte jugendliche ForscherInnen in Kontakt zu WissenschaftlerInnen treten.

- Im UniLab der Humboldt-Universität zu Berlin erarbeiten und erproben SchülerInnen, LehrerInnen und Studierende gemeinsam fächerübergreifende phänomenorientierte Module für die Grundschule und die gymnasiale Oberstufe.

Eine Kooperation besteht mit dem SPECTRUM, dem Science Center des Deutschen
Technikmuseums Berlin.

Im Jahr 2005 haben 15.482 Schülerinnen und Schüler in den Laboren des Netzwerkes
experimentiert. Es wurden 1.083 Lehrerinnen und Lehrer fortgebildet. Das Gläserne Labor auf dem Campus Berlin-Buch war 1999 eines der ersten Schülerlabore in Deutschland.

Das Netzwerk GenaU wird gefördert durch Lernort Labor / Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Robert Bosch Stiftung, die TSB Technologiestiftung Berlin und kofinanziert aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Weitere Informationen: www.genau-bb.de

Kontakt:
Malte Detlefsen, Koordinator des Schülerlabor-Netzwerks GenaU,
Tel: 030 – 838 54297 oder 0179 – 1220597, detlefsen@genau-bb.de

Rückfragen:
Pressesprecher
Telefon: 9026 5946
E-Mail: pressestelle@senbjs.verwalt-berlin.de