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Berlin und Brandenburg führen ProfilPass ein - Gute Voraussetzung für Lebenslanges Lernen: Kompetenzen und Fähigkeiten werden im Profilpass dokumentiert

Pressemitteilung vom 20.10.2006

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Berlin und Brandenburg führen den ProfilPASS ein. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann ab dem 16. Lebensjahr einen ProfilPASS führen, in dem die persönlichen Kompetenzen und Fähigkeiten dokumentiert werden. Der Pass kostet etwa 25 Euro. Er ist voraussichtlich ab Jahresbeginn bei Bildungseinrichtungen und Beratungsstellen erhältlich. Die Bildungsregion Berlin-Brandenburg ist damit Pilotregion für den ProfilPASS.

Damit wollen die Länder Berlin und Brandenburg die Entwicklung das lebenslange Lernen fördern. Der ProfilPass wird heute in Berlin vom LernNetz Berlin-Brandenburg e.V. Vertreter/innen von Arbeitsagenturen, JobCentern, Bildungsträgern, Beratungseinrichtungen und Vertreter/innen aus Fachverwaltungen den ProfilPass vorgestellt.

Der ProfilPass dokumentiert den Prozess des lebenslangen Lernens. Er unterstützt damit

- die Planung der beruflichen Weiterentwicklung,
- die Vorbereitung des (Wieder-)Eintritts ins Erwerbsleben,
- die beruflichen und persönlichen (Neu-)Orientierung und
- die Planung von Fort- und Weiterbildungen.

Der Pass hilft dem Einzelnen, sich über eigene Stärken und Schwächen klar zu werden. Damit trägt der ProfilPASS zur Sensibilisierung für das lebensbegleitende Lernen und zur Stärkung von Eigeninitiative, Selbstvertrauen und Selbstverantwortung bei.

Darüber hinaus eignet er sich zur Sammlung von Zeugnissen, Bescheinigungen und anderen Dokumenten und enthält eine Reihe von hilfreichen Hinweisen und Anregungen für die persönliche Entwicklung.

Der ProfilPass hilft aber auch z. B. den Arbeitgebern bei der Personalauswahl und –entwicklung: Denn die individuellen Kompetenzen des Passinhaber/ einer Passinhaberin werden dokumentiert und können so leichter bewertet werden. Auch Unternehmen können ihre Stellenausschreibungen am ProfilPass orientieren und damit den Bewerberinnen und Bewerbern frühzeitig signalisieren, worauf es bei dem Arbeitsplatz ankommt.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im Jahre 2002 einen Forschungs- und Entwicklungsauftrag zur Entwicklung eines „Weiterbildungspasses mit Zertifizierung informellen Lernens” erteilt. Der Bund fördert dieses Bund-Länder-Projekt im Rahmen des Programms “Lebenslanges Lernen”. Die Entwicklung des ProfilPasses ist vom BMBF und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert worden. Das Konzept wurde vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung, Frankfurt (DIPF), vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung, Bonn (DIE), und vom Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung (IES) an der Universität Hannover gemeinsam entwickelt. Koordiniert wurde das Projekt von einer Begleitgruppe, an der das BMBF, Vertreter/innen der Länder aus dem Bereich der Weiterbildung, das Konsortium sowie Experten aus Praxis und Wissenschaft beteiligt waren.

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