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SCHLAGwort "Integration" Junge Zuwanderer, Lebenslagen, Gewalt: Probleme und Lösungsansätze im internationalen Vergleich

Pressemitteilung vom 21.03.2006

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Donnerstag, 23. März 2006, 9:00 – 17:00 Uhr, in der Friedrich-Ebert-Stiftung,
Großer Konferenzsaal, Hiroshimastr. 17, 10785 Berlin-Tiergarten

Die Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund stellt sich nicht nur für Deutschland, sondern auch für Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden als besondere Herausforderung dar. Die Polizeistatistik in Berlin zeigt schon seit Jahren, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund wesentlich öfter mit Gewaltdelikten im Zusammenhang gebracht werden, als es ihrem Bevölkerungsanteil entsprechen würde. Vor diesem Hintergrund lohnt der internationale Vergleich von Integrationsentwicklung und -politik. Im Rahmen eines europäischen Dialoges mit Prof. Dr. Dr. Hans-Jörg Albrecht (Freiburg), Dr. Fabien Jobard (Paris), Prof. Simon Hallsworth (London) und Dr. Rob Witte (Utrecht) und anderen soll die Konferenz diskutieren, mit welchen Konzepten und Strategien erfolgversprechend gehandelt werden kann.

Der Vorsitzende der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, Staatssekretär Thomas Härtel: „Wir müssen uns mit der überdurchschnittlichen Gewaltdelinquenz von jungen männlichen Personen mit Migrationshintergrund auseinandersetzen. Bei der Analyse der Gewaltdelinquenz von jungen männlichen Migranten muss man zwischen den unterschiedlichen Migrationshintergründen differenzieren. Außerdem muss man die Risikofaktoren benennen, die zu Anwendung von Gewalt führen können: z. B. soziale und ökonomische Marginalisierung, Diskriminierung, kulturelle Einflussfaktoren – aber auch solche Risikofaktoren, die mit Bildung und Sprache zusammenhängen. Darüber hinaus müssen wir uns mit der Frage befassen, warum es Jungen und nicht Mädchen sind, die besonders auffällig werden. Es geht darum, sich mit den geschlechtsspezifischen Aspekten von Gewalt auch bei jungen Migranten zu befassen. Unser Weg lautet deshalb „Integration durch Bildung“. Wir müssen fordern und fördern. Wir müssen von unseren Migrantinnnen und Migranten fordern, dass sie Deutsch lernen und die Grundwerte einer offenen Gesellschaft anerkennen: Gleichstellung der Geschlechter, Recht auf Bildung, Toleranz, Rechtsstaat und Gewaltfreiheit. Wir müssen aber auch fördern: In den Schulen, Kitas, Weiterbildungseinrichtungen, Jugendprojekte und Sportvereinen.“

Ansprechpartner: Stephan Voß, Tel. 030 9026 5259, E-Mail: Stephan.Voss@senbjs.verwalt-berlin.de

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