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Thomas Härtel: Die Ausbildungsverhältnisse der Auszubildenden des Jugendaufbauwerks sind nicht gefährdet - Berlin baut auf Angebote von freien Trägern

Pressemitteilung vom 02.03.2006

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Zur Schließung des Jugendaufbauwerk (JAW) zum Jahresende 2007 erklärte Jugendstaatssekretär Thomas Härtel: „Wichtig ist: Für alle Jugendlichen, die das Jugendaufbauwerk (JAW) betreut, gibt es in Berlin qualifizierte Angebote anderer Träger. Es ist sichergestellt, dass jeder Jugendliche bis zum Jahresende 2007 eine mindestens gleichwertige Fortsetzungs- oder Anschlussmaßnahme finden kann.“

Das JAW hat in allen Leistungsbereichen erhebliche Verluste verzeichnet. Um die Gefahr eines unkalkulierbaren Haushaltsrisikos vom Land Berlin abzuwenden, hat das Berliner Abgeordnetenhaus im vergangenen Jahr beschlossen, das JAW als Anstalt öffentlichen Rechtes bis Ende 2007 zu schließen.

Die Finanzierungsbedingungen für öffentliche Anbieter der Berufsbildungsförderung in Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert. Die Berufsbildungsförderungsmaßnahmen werden von der Bundesagentur für Arbeit inzwischen unter Wettbewerbsbedingungen vergeben. Durch den starken Preisdruck findet bundesweit ein Verdrängungswettbewerb durch bundesweit agierende Träger statt, der zu Marktbereinigungen führt. Das JAW als Anstalt öffentlichen Rechts kann aufgrund tarifrechtlicher Bedingungen diesen Wettbewerb nicht bestehen.

Das hat auch in Berlin dazu geführt, dass es mittlerweile ein erhebliches Überangebot von freien Trägern und Plätzen der außerbetrieblichen Ausbildung für benachteiligte junge Menschen gibt. Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage liegt bei ca. 6 : 1. Nach Einschätzung der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen wird sich das vorhandene Überangebot durch die demographische Entwicklung in den kommenden Jahren eher noch verstärken.

Das Jugendaufbauwerk (JAW) hat verschiedene berufsfördernde und Berufsausbildungsmaßnahmen durchgeführt und außerdem in den neunziger Jahren die ehemals bezirklichen Kinder- und Jugendheime übernommen und weitergeführt.

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