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START-Berlin wächst: 16 Schülerinnen und Schüler neu in das Stipendienprogramm START für begabte Zuwanderer aufgenommen · Insgesamt jetzt 26 Berliner Schülerinnen und Schüler im Programm

Pressemitteilung vom 21.02.2006

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

16 leistungsstarke Berliner Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund haben heute im Rahmen einer Festveranstaltung ihre Aufnahmeurkunde als „START-Stipendiaten“ entgegengenommen.

Die neun Mädchen und sieben Jungen wurden aus über 160 Bewerbern ausgewählt. Sie sind bosnisch-herzegowinischer, bulgarischer, gabunischer, iranischer, jordanischer, russischer, serbisch-montenegrinischer, türkischer, ukrainischer, weißrussischer und vietnamesischer Herkunft. Sie besuchen die 8. bis 12. Klasse. Die jungen Stipendiaten erhalten auf dem Weg zu ihrem Abitur eine besondere Unterstützung: Neben einem PC mit Internetzugang stehen ihnen monatlich 100 € Bildungsgeld sowie kostenlose Beratungsangebote und Bildungsseminare zur Verfügung.

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, die Deutsche Bank Stiftung und die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport vergeben bereits zum zweiten Mal START-Stipendien in Berlin. Als weitere Partner sind in diesem Jahr zudem die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ sowie der Rotary Club Berlin-Gendarmenmarkt zu der gemeinsamen Bildungsinitiative hinzugekommen.

START richtet sich an Jugendliche, die in unserem Land ihre Chance nutzen wollen. Das Programm will eine Zunahme von höheren Bildungsabschlüssen durch Zuwandererkinder erreichen und zum Aufbau einer Gemeinschaft beitragen, die Menschen, die sich erfolgreich integriert haben, zusammenführt und Vorbilder schafft.

2002 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung in Hessen ins Leben gerufen, wird START zurzeit mithilfe von über 50 Kooperationspartnern in 14 Bundesländern aufgebaut. „START gibt der erfolgreichen Integration ein Gesicht. Es ist ein notwendiges und ermutigendes Signal aus der Mitte unserer Gesellschaft“, so Dr. Roland Kaehlbrandt, Geschäftsführer der Hertie-Stiftung. Das Berliner START-Programm hat ein Volumen von rund 630.000 €, das von den drei Stiftungen und dem Rotary Club getragen wird. Der Senator für Bildung, Jugend und Sport stellt darüber hinaus Personal sowie Räumlichkeiten zur Verfügung.

„Die Deutsche Bank Stiftung konzentriert sich besonders auf solche Projekte, die junge Menschen dazu bringen, ihre Potenziale besser zu erkennen, zu entwickeln und zu nutzen. Das Berliner START-Programm ist dafür ein ausgezeichnetes Beispiel“, ergänzt Christian J. Stronk, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutsche Bank Stiftung. Die Stiftung unterstützt START Berlin jedoch nicht nur finanziell. Durch ihre enge Verbindung zur Deutschen Bank schlägt sie auch eine Brücke zu deren Programm „Mentor plus“. Christian J. Stronk: „Mit ‚Mentor plus’ stellen wir den START-Stipendiaten junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Bank als Mentoren zur Seite. Diese beraten die Jugendlichen beim Übergang von Schule und Beruf und geben Erfahrungen und Wissen weiter.“

„Berlin fördert die Integration durch Bildung mit enormen Mitteln – etwa bei der Sprachförderung ab dem Kita-Alter und dem späteren schulischen Zusatzunterricht in Deutsch. Kinder aus Familien nichtdeutscher Herkunft sind eine Bildungsreserve, die es zu fördern und fordern gilt. Ihre Spitzenleistungen unterstreichen nicht nur den Erfolg individueller Bemühungen. Sie zeigen auch, dass unsere Integrationsidee in die richtige Richtung weist. START unterstützt dabei die Besten der Besten. Dies bedeutet ganz konkrete Hilfe dort, wo sie benötigt wird. START setzt darüber hinaus ein Zeichen dafür, dass Engagement und Können aller gewollt ist und benötigt wird,“ so der Berliner Senator für Bildung, Jugend und Sport, Klaus Böger.

Die neuen Berliner START-Stipendiaten sind in Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte, Marzahn-Hellersdorf, Neukölln, Pankow, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick zu Hause. Für die Bewerbung mussten sie ein Gutachten des Klassenlehrers oder des Schulleiters, eine ausführliche Beschreibung des eigenen Lebensweges sowie Schulzeugnisse vorlegen. In Auswahlgesprächen wurden die besten Bewerber ermittelt: Gute bis sehr gute schulische Leistungen, gesellschaftliches Engagement und materielle Bedürftigkeit sind Voraus-setzung für die Aufnahme in das Programm.

Die START-Stipendien werden zunächst für die Dauer eines Jahres gewährt und können bei besonders guten Leistungen bis zum Erreichen eines höheren Bildungsabschlusses verlängert werden. Kern des Stipendiums sind Beratungsangebote für die Ausbildungs-, Studien- und Lebensplanung, themenspezifische Seminare, Exkursionen in privatwirtschaftliche Unternehmen und öffentliche Verwaltungseinrichtungen sowie die Vermittlung von Praktika.

Im START-Programm werden derzeit 262 Stipendiaten aus 50 Herkunftsländern gefördert, die in sechs Bundesländern – Berlin, Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen – zu Hause sind. Weitere 17 Schülerinnen und Schüler werden noch in diesem Schuljahr in Schleswig-Holstein und im Saarland in das Programm aufgenommen. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen steht die Ausschreibung der Stipendien kurz bevor, so dass es START zu Beginn des Schuljahres 2006/2007 in 14 Bundesländern geben wird.

Pressekontakt:
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport
Jens Stiller, Pressesprecher, Tel. 030/90 26 58 43, pressestelle@senbjs.verwalt-berlin.de

Gemeinnützige Hertie-Stiftung
Dörte Florack, Information/Kommunikation, Tel. 069/660 756-167, FlorackD@ghst.de

Deutsche Bank Stiftung
Dr. Klaus Winker, Presse, Tel. 069/910 32249, klaus.winker@db.com

Kontakt START-Berlin:
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport
Dr. Karim Hassan, Projektleiter START-Berlin, Tel. 030-9026-5474,
karim.hassan@senbjs.verwalt-berlin.de

Rückfragen:
Pressesprecher
Telefon: 9026 5843
E-Mail: pressestelle@senbjs.verwalt-berlin.de