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Böger: Berlin zieht an einem Strang für mehr Qualität in Kitas - Freie Träger und Land unterzeichnen Qualitätsentwicklungs- und Finanzierungsvereinbarung

Pressemitteilung vom 12.01.2006

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport teilt mit:

Der Senator für Bildung Jugend und Sport, Klaus Böger, Vertreter der in der LIGA zusammengeschlossenen Wohlfahrtsverbände sowie der Dachverband der Berliner Kinder- und Schülerläden (DaKS) haben heute die „Vereinbarung über die Qualitätsentwicklung in Berliner Kindertagesstätten“ sowie die „Rahmenvereinbarung über die Finanzierung und Leistungssicherstellung der Tageseinrichtungen“ unterzeichnet.

Die Qualitätsentwicklungsvereinbarung ist von Land und Freien Trägern gemeinsam erarbeitet worden. Durch die Vereinbarung wird das Berliner „Bildungsprogramm für die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen bis zu ihrem Schuleintritt“ verbindliche Grundlage für die Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder in allen Tageseinrichtungen Berlins.

Die Vereinbarung wurde von Vertretern der Bezirke, den Verbänden der freien Träger und dem Land Berlin ausgearbeitet. Sie beinhaltet u. a.

· die Verpflichtung zur Ausrichtung der pädagogischen Konzeption am Bildungsprogramm,

· gezielter Fortbildungsplanung und Angebote,

· die Arbeit mit dem Sprachlerntagebuch, das jedes Kind haben soll, sowie

· interne und externe Evaluation.

Es ist vereinbart worden, die Aufgaben und den Zeitaufwand der pädagogischen Fachkräfte nach Ablauf von spätestens drei Jahren zu evaluieren.

Senator Böger betonte: „Berlin hat damit als einziges Bundesland ein auf der Basis einer gemeinsamen Vereinbarung für alle Kitas verbindliches Bildungsprogramm eingeführt.“

In die Rahmenvereinbarung über die Finanzierung und Leistungssicherstellung für Tageseinrichtungen der Freien Träger wurden die bundesgesetzlichen Änderungen aus dem Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG), sowie die landesgesetzlichen Änderungen aus dem Kindertagesbetreuungsreformgesetz eingearbeitet.

Außerdem werden die platzbezogenen Basisentgelte angepasst: Der Eigenanteil der Träger wird von bislang 9 Prozent in 2006 und 2007 um 1,5 Prozent auf 7,5 Prozent, und in 2008 und 2009 um weitere 0,5 Prozent auf 7 Prozent reduziert. Mit der entsprechenden Erhöhung des Landesanteils werden die zusätzlichen Aufgaben und allgemeinen Kostensteigerungen der Kindertagesstätten bezuschusst.

Mit dieser Rahmenvereinbarung ist zugleich die gemeinsame Finanzierungsbasis einerseits für die Träger der freien Jugendhilfe andererseits für die seit Jahresbeginn in Eigenbetriebe überführten städtischen Kindertagesstätten geschaffen.

Martin Hoyer (Sprecher des LIGA-Fachausschuss Kindertagesstätten): „Mit der Unterzeichnung der beiden Rahmenvereinbarungen ist die Arbeit der Berliner Kindertagesstätten abgesichert. Schon heute zeigt das Berliner Bildungsprogramm Wirkung als Leitfaden für eine gute pädagogische Praxis in Kindertagesstätten. Zur Entwicklung der Bildungseinrichtung Kindertagesstätte bedarf es weiter gemeinsamer Anstrengung von Trägern, Erzieherinnen und dem Land Berlin.“

Roland Kern (Sprecher des DaKS): “Die Finanzierungsvereinbarung schafft die Voraussetzung für Erhalt und Ausbau der Vielfalt in der Berliner Kitalandschaft. Die maßvolle Anpassung der Entgelte berücksichtigt die schwierige Haushaltssituation Berlins. Das Berliner Bildungsprogramm setzt hohe und richtige Maßstäbe für die Qualität und unterstreicht die Bedeutung der Bildungseinrichtung Kita. Gerade für die kleinen Elterninitiativen ist es dabei wichtig, dass der Kitazugang erleichtert und die gestiegenen Anforderungen an das Fachpersonal bei der beabsichtigten Evaluation angemessen berücksichtigt werden.”

Bildungs- und Jugendsenator Klaus Böger: „Wichtig ist: Mit dieser Vereinbarung verpflichten sich alle Träger, die Bildungsqualität in den Berliner Kitas systematisch zu verbessern. Das Berliner Bildungsprogramm gilt verbindlich in jeder Kita. Mein Dank gilt allen Beteiligten für ihre konstruktive Partnerschaft. Für die kleinsten Berlinerinnen und Berliner ist es ein großer Vorteil, dass wir alle an einem Strang für mehr Qualität ziehen.“

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