Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

Berlin nimmt am Aktionstag „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ teil

Pressemitteilung vom 28.11.2005

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Berlin beteiligt sich am 30. November 2005 am internationalen Aktionstag „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“, der in diesem Jahr zum vierten Mal stattfindet. Der Turm des Roten Rathauses wird aus diesem Anlass als Zeichen des Protestes gegen die Todesstrafe grün beleuchtet.

323 Städte weltweit, darunter 30 Hauptstädte, beteiligen sich an der Aktion. In vielen Metropolen wird an diesem Tag ein charakteristisches Gebäude besonders beleuchtet, so etwa in Rom das Kolosseum, in Brüssel das Atomium, in München der Justizpalast. In Deutschland haben sich neben Berlin die Städte München, Aachen, Würzburg, Osnabrück, Nürnberg und Augsburg der Aktion angeschlossen.

Die internationale Bewegung gegen die Todesstrafe ist auf Initiative der katholischen Laienorganisation Sant’Egidio und mit Beteiligung zahlreicher Vereinigungen zum Schutz der Menschenrechte, darunter Ensemble contre la Peine de Mort (= Gemeinsam gegen die Todesstrafe) und Amnesty International entstanden. Im Juni 2001 fand in Straßburg der 1. Weltkongress gegen die Todesstrafe statt. Rom, Venedig, Barcelona und Washington D.C. sowie die Region Toskana haben sich als erste der Initiative angeschlossen. Der 30. November 1786 ist Jahrestag des Dekrets, in dem das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt erklärte, dass Folter und Todesstrafe abgeschafft sind.

Schwerpunkt der Initiative ist in diesem Jahr Afrika: Senegal hat 2004 die Todesstrafe abgeschafft, Algerien und Mauretanien haben 2005 ein Moratorium der Hinrichtungen beschlossen. Diese positive Entwicklung soll unterstützt werden.

1998 initiierte die Gemeinschaft Sant’Egidio auch eine internationale Unterschriftenkampagne für ein Moratorium der Todesstrafe. Bis heute wurden dabei über fünf Millionen Unterschriften gesammelt. Die Berliner Bürger haben Gelegenheit, sich am Mittwoch, 30. November 2005 an einem Informationsstand von Sant’Egidio am Kurfürstendamm gegenüber der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche von 16.00 bis 20.00 Uhr mit ihrer Unterschrift an der Kampagne zu beteiligen.

Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite [[http://www.santegidio.org/de/index.html|http://www.santegidio.org/de/index.html]] . – - – - -

Rückfragen:
Chef vom Dienst
Telefon: 9026-2411
E-Mail: Presse-Information@Skzl.Verwalt-Berlin.de