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Bebauungsplan für ein Teilgebiet der Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien Berlin-Adlershof

Pressemitteilung vom 22.11.2005

Aus der Sitzung des Senats am 22. November 2005:

Der Senat hat beschlossen, den von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer vorgelegten Entwurf des Bebauungsplanes XV-51g für einen Bereich der Entwicklungsmaßnahme „Berlin-Johannisthal/Adlershof“ dem Abgeordnetenhaus zur Beschlussfassung zuzuleiten.

Mit dem Bebauungsplan, der einen Geltungsbereich von rund 4,5 ha nördlich des Ernst-Ruska-Ufers, südöstlich der Richard-Willstätter-Straße und südwestlich der Volmerstraße sowie einen Abschnitt der Richard-Willstätter-Straße im Bezirk Treptow-Köpenick umfasst, wird die planungs-rechtliche Grundlage für die Entwicklung und Sicherung eines Teilbereichs des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Adlershof geschaffen. Dabei wurde die Bebauung aus der Zeit vor 1989 zum Teil berücksichtigt, teilweise modernisiert und durch Neubauten ergänzt. Weitere bauliche Erweiterungen sind geplant und werden durch den Bebauungsplan ermöglicht. Diese Grundstücksfläche war dem Ressort des Bundes zugeordnet worden, der diese der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) übertrug. Die BAM ist Bundesoberbehörde des Bundesministers für Wirtschaft und technisch-wissenschaftliches Staatsinstitut der Bundesrepublik Deutschland für Materialtechnologien, Prüftechnik, Chemische Analytik und Sicherheitstechnik.

Das im B-Plan ausgewiesene Sondergebiet Forschung umfasst mit ca. 38.000 qm Grundfläche und einer zulässigen Bruttogeschossfläche (BGF) von ca. 64.000 qm fast das gesamte Nutzungspotenzial des Baulandes im Geltungsbereich. Im Sondergebiet Forschung sollen Forschungs- und Laboreinrichtungen angesiedelt werden. Die außeruniversitäre Forschungseinrichtung BAM mit ihrer räumlichen Nähe zu anderen wirtschaftlichen Nutzungen und Forschungsinstituten kann so zu den gewünschten Synergieeffekten beitragen. Neben den vorhandenen Gebäuden sind für den weiteren Ausbau auf dem BAM-Gelände vorläufig noch drei Bauabschnitte vorgesehen: die Erweiterung der Chemielabore, ein Labor- und Bürogebäude, ein Technikum und Lagerbereich.

Die Festsetzung einer Bauweise – z. B. der geschlossenen – ist nicht vorgesehen, um der Forschungsanstalt möglichst großen Spielraum in der städtebaulichen Realisierung zu gewähren. Die Gebäudehöhen sollen mit 18 m über Niveau begrenzt werden, mit Ausnahme zum Havestadtplatz hin, wo für eine Eckbebauung bis zu 22 m Gebäudehöhe zulässig sein soll.

Das Kerngebiet an der östlichen Ecke des Geltungsbereiches mit einer Grundfläche von ca. 2.900 qm und der BGF mit ca.7.000 qm soll ergänzende Funktionen für den Standort aufnehmen: nicht störendes Gewerbe, Wohnen in den oberen Geschossen, Gastronomie und geringfügigen Einzelhandel im Erdgeschoss.

Die Erschließung im Bereich des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes (WISTA) konnte be-reits durch den normengerechten Ausbau der vorhandenen Privatstraßen sowie mit dem außerhalb des Geltungsbereichs liegenden Ernst-Ruska-Ufer und dem Havestadtplatz gewährleistet werden. Die Erschließungsflächen wurden bereits dem Bezirk Köpenick-Treptow in das Fachvermögen übertragen.

Im gesamten Entwicklungsbereich soll ein hoher ökologischer Standard verwirklicht werden. Festsetzungen werden getroffen zur Versickerung des Regenwassers, zur Begrünung der Dachflächen, zu Baumpflanzungen, zu Bepflanzungsflächen sowie zur wasser- und luftdurchlässigen Befestigung von Wegen.

Mit dem Abschluss des Bebauungsplanverfahrens werden die Voraussetzungen geschaffen, die Entwicklungsmaßnahmen in diesem Teil des Anpassungsgebietes abzuschließen und dieses gemeinsam mit weiteren Teilbereichen des WISTA-Gebietes aus dem besonderen Entwicklungsrecht zu entlassen. – - –

Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Telefon: 9012-5800
E-Mail: oeffentlichkeit @senstadt.verwalt-berlin.de