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Änderungen des Berliner Flächennutzungsplans

Pressemitteilung vom 01.11.2005

Aus der Sitzung des Senats am 1. November 2005:

Der Senat hat auf Vorlage von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer mehrere Änderungen des Berliner Flächennutzungsplans (FNP) beschlossen.

Die sieben Änderungen dienen der Umsetzung wesentlicher stadtentwicklungspolitischer Ziele des Senats und haben im Einzelnen folgende Planungsziele:

 „Chausseestraße West“ (Mitte)
Planerische Vorbereitung zur Ansiedlung des Bundesnachrichtendienstes in Berlin mit bis zu 5.000 Arbeitsplätzen; attraktive Einfügung in die Stadtstruktur

 „Güterbahnhof Grunewald“ (Charlottenburg-Wilmersdorf)
Nachnutzung von nicht mehr benötigten Bahnflächen; Realisierung eines hochwertigen Wohnquartiers angrenzend zum Villengebiet Grunewald. Es können bis zu 250 neue Wohnungen entstehen.

 „Teufelsberg“ (Charlottenburg-Wilmersdorf)
Nachnutzung der stillgelegten Radaranlagen. Ziel sind jetzt Rückbau und Renaturierung, nachdem eine multifunktionale Bebauung gescheitert war. Es soll eine offene Erholungslandschaft entstehen.

 „Frankfurter Allee – Zentrum“ (Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg)
Stabilisierung und Aufwertung der traditionellen Einkaufsstraße zwischen Frankfurter Tor und Möllendorffstraße. Im FNP wird dies mit der durchgehenden Darstellung einer Einzelhandelskonzentration verdeutlicht.

 „Habelschwerdter Allee / FU“ (Steglitz-Zehlendorf)
Mit den Konzentrationsbemühungen der Freien Universität auf ihre Kernbereiche können hier attraktive Wohnbauflächen entwickelt werden. Damit erfolgt eine Stärkung des Ortsteils Dahlem als besonderer Standort für Wohnen und Wissenschaft.

 „Spreepark“ (Treptow-Köpenick)
Entwicklung eines hochwertigen und umweltverträglichen Kultur- und Freizeitparks auf dem ehemaligen Spreeparkareal; Beseitigung der städtebaulichen Missstände und Altlasten

 „Krampenburg“ (Treptow-Köpenick)
Stärkung eines attraktiven Freizeitstandorts in der Wald- und Seenlandschaft Dahme-Spree für Naherholung, Camping und Wassersport

Mit dieser Aktualisierung des FNP werden teilräumliche Planungsziele weiterentwickelt, wichtige Investitionen vorbereitet und konkrete städtebauliche Entwürfe/Wettbewerbe auf gesamtstädtischer Ebene planerisch vorbereitet. Die verträgliche Einbindung in die Stadtstruktur ist sichergestellt.

Mit den FNP-Änderungen werden die bauleitplanerischen Grundlagen für eine nachhaltige Stadtentwicklung gelegt:

 Schaffung gesunder Wohn- und Arbeitsverhältnisse,
 Aufwertung öffentlicher Räume,
 Schaffung kurzer Wege durch Innenverdichtung,
 urbane Funktionsmischung aus Gewerbe, Handel, Wohnen und Grün,
 vielfältige Freizeitmöglichkeiten.

Durch den Senatsbeschluss und die jetzt noch erforderliche Zustimmung des Abgeordnetenhauses wird ein intensives Abstimmungsverfahren abgeschlossen. Ebenso wie die öffentlichen Planungsträger von Bezirksämtern, Senatsverwaltungen, Nachbargemeinden, Planungsstellen Brandenburgs und des Bundes haben Bürgerinnen und Bürger ihre Vorstellungen in den Planungsprozess eingebracht. Aufgabe der Planung war es, einen gerechten Ausgleich aller Interessen vor dem Hintergrund stadtentwicklungsplanerischer Anforderungen an die gesamte Stadt zu finden. – - -

Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Telefon: 9012-5800
E-Mail: oeffentlichkeit @senstadt.verwalt-berlin.de