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Planungsdaten werden auf verbesserte Grundlage gestellt

Pressemitteilung vom 01.11.2005

Aus der Sitzung des Senats am 1. November 2005:

Der Senat hat auf Vorlage der Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, einen Bericht über Planungsregionen für Fachplanungen beschlossen. Das Abgeordnetenhaus hat den Senat aufgefordert, Planungsregionen für Fachplanungen in Berlin zu vereinheitlichen.

Ob Stadtplanung, Schulplanung oder Verkehrsplanung, alle verwenden Daten, z. B. zum Bevölkerungsbestand. Diese Daten werden vom Statistischen Landesamt erhoben und je nach Anforderung in fest definierten Raumeinheiten zur Nutzung angeboten. Dies können beispielsweise Angaben zur Anzahl der Einwohner eines Straßenblockes oder die Zahl der Pkw-Nutzer einer aus mehreren Straßenblöcken bestehenden so genannten Verkehrszelle sein.

Berlin wird dazu in eine Vielzahl geometrisch voneinander abgegrenzter statistischer Bezugsräume gegliedert. Die oberste Ebene stellen dabei die Bezirke dar, die weiter unterteilt werden in immer kleinere Bereiche bis hin zum einzelnen Wohnblock. Dieses hierarchisch aufgebaute System wird als Regionales Bezugssystem (RBS) bezeichnet. Es wird u. a. von den Fachplanungen als Raumbezug für die Darstellung statistischer Größen genutzt.

So wurde für Zwecke der Verkehrsplanung zum Beispiel die Verkehrszelle definiert. Sie umfasst in der Regel einen Bereich beidseitig einer Hauptverkehrsstraße als Bezugsraum für die Abschätzung der möglichen Anzahl von Kraftfahrzeugen, die diese Straße nutzen werden. Für sozialorientierte Fachplanungen ist solch ein im RBS definierter Raum für Analyse und Planung nur eingeschränkt geeignet. Die trennende Wirkung dieser Hauptverkehrsstraße führt dazu, dass sich häufig keine zusammenhängenden Lebenswelten oder – wie der Berliner sagt – keine kompakten „Kieze“ bilden, die mit einer für beide Seiten gleichermaßen geltenden statistischen Kenngröße beschrieben werden können.

Zwischen den Verwaltungen Berlins besteht deshalb Einigkeit darüber, dass insbesondere für die Analyse statistischer Daten zur Erfassung und Abbildung kleinräumiger sozio-struktureller Parameter neue, von der bisherigen Systematik des Regionalen Bezugssystems abweichende Bezugsräume zu verwenden sind. Sie müssen nach einheitlichen Kriterien definiert sein und eine Vergleichbarkeit untereinander über Bezirksgrenzen hinweg ermöglichen. Die verwaltungsübergreifende Koordination und Steuerung der Bildung und Verwendung dieser fachpolitisch sinnvollen Planungsräume erfolgen durch eine Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Senatsverwaltungen für Bildung, Jugend und Sport, für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz sowie für Stadtentwicklung unter der Federführung des Statistischen Landesamtes (Stala). – - -

Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Telefon: 9012-5800
E-Mail: oeffentlichkeit @senstadt.verwalt-berlin.de