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Umsetzung des Landesgleichstellungsgesetzes in den Einrichtungen der Berliner Landesverwaltung

Pressemitteilung vom 01.11.2005

Aus der Sitzung des Senats am 1. November 2005:

Der Senat hat den vom Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Harald Wolf, vorgelegten siebenten Bericht über die Umsetzung des Landesgleichstellungsgesetzes (LGG) gemäß § 19 LGG beschlossen. Der Bericht informiert über Struktur und Entwicklung der Frauenbeschäftigung in den Einrichtungen der Berliner Landesverwaltung sowie über die Umsetzung des Landesgleichstellungsgesetzes im Berichtszeitraum Mitte 2002 bis Mitte 2004.

Im Blickpunkt der Analyse stehen insbesondere die Laufbahnen des höheren Dienstes beziehungsweise die vergleichbaren Vergütungsgruppen für Angestellte, in denen Frauen insgesamt nach wie vor unterrepräsentiert sind. Allerdings ist der Frauenanteil in den vergangenen Jahren gestiegen. So betrug die Frauenquote im höheren Dienst zum Stichtag 30. Juni 2004 insgesamt 40,4 %. Im Vergleich zum Jahr 1998 stieg der Anteil um 3,1 Prozentpunkte.

Trotz Personalabbaus ist die Gleichstellung von Männern und Frauen im Berliner Landesdienst beständig vorangekommen. Dazu hat in den letzten Jahren unter anderem der vergleichsweise hohe Frauenanteil an Beförderungen auf allen Stufen des höheren Dienstes beigetragen, so zum Beispiel an den Hochschulen. Der Frauenanteil an Professuren hatte 2002 noch bei 14,2 % gelegen. Der Frauenanteil an den Neuberufungen im Berichtszeitraum ist mehr als doppelt so hoch, nämlich 29 %. So stieg der Frauenanteil an den Professuren auf 16,4 % im Jahr 2004. Damit liegen die Berliner Hochschulen bundesweit an der Spitze.

Trotz der insgesamt positiven Entwicklung hat sich aber in einigen Beschäftigungsbereichen an der Unterrepräsentanz von Frauen nur wenig verändert. Außerdem rücken Frauen nur langsam in Führungspositionen vor. Beispielsweise waren in den Senatsverwaltungen nur 8 % der Abteilungsleitungen mit Frauen besetzt. Deshalb muss die Frauenförderung weiter verbessert werden und sich noch umfassender in allen Bereichen des Berliner Landesdienstes etablieren.

Der Bericht gibt auch einen Überblick über die Gleichstellungsmaßnahmen der Einrichtungen des Berliner Landesdienstes. Diese Auflistung wird in der nächsten Zeit zu einem Katalog über Frauenfördermaßnahmen erweitert werden, der den Personalstellen bei der Entwicklung ihrer Gleichstellungsinstrumente als Orientierung dienen soll.

Ein weiterer Schwerpunkt der Berichterstattung ist die geschlechterspezifische Besetzung von Gremien. In den Gremien der obersten Landesbehörden ist der Frauenanteil mit insgesamt 38 % relativ hoch. Auch die Hochschulgremien sind immerhin zu einem Drittel mit Frauen besetzt. Das Gleiche gilt für Gremiensitze, die dem Land Berlin in Einrichtungen außerhalb des Berliner Landesdienstes zustehen. In den Organen und Aufsichtsgremien der Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des Landes betrug die Frauenquote aber insgesamt nur rund 26 %. – - -

Rückfragen:
Sprecher der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen
Telefon: 9013-7418
E-Mail: pressestelle@senwiarbfrau.verwalt-berlin.de