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Berliner Drogenpolitik ist wirksam und zeitgemäß

Pressemitteilung vom 27.09.2005

Aus der Sitzung des Senats am 27. September 2005:

Der Senat hat den von der Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz, Dr. Heidi Knake-Werner, vorgelegten Bericht über die Unterstützung einer modernen Drogenpolitik beschlossen.

Eine zeitgemäße Drogenpolitik basiert auf qualifizierten Vorsorge-, Therapie- und Nachsorgeangeboten, die regelmäßig in ihrer Wirksamkeit überprüft werden. Berlin verfügt auf diesem Gebiet über lange Erfahrungen und einen guten Versorgungsgrad.

In diesem Jahr konnte die Umstrukturierung der ambulanten Drogenhilfe zu einer regionalen Grundversorgung erfolgreich abgeschlossen werden. Sechs qualifizierte Suchthilfedienste bieten nunmehr den Bürgerinnen und Bürgern in Berlin ihre Beratungsleistung bei Drogenproblemen, Drogenmissbrauch und Drogenabhängigkeit an. In den meisten Regionen, die jeweils zwei Bezirke umfassen, sind bereits „Integrierte Suchthilfedienste“ entstanden. Hier haben sich sowohl Alkohol- als auch Drogenberatungsstellen auf eine verbindlich abgestimmte Hilfeerbringung für alle Suchtmittelgefährdeten und -abhängigen sowie für deren Angehörige in der Region vereinbart. Mit dieser Bündelung von Kompetenz soll zukünftig besser auf die spezifischen Bedarfslagen der einzelnen Betroffenen reagiert werden können.

Weiteres Kernstück einer modernen Drogenpolitik ist eine wirksame Suchtprävention. Mit der Schaffung einer zentralen Fachstelle für Suchtprävention, die voraussichtlich am 1. Oktober 2005 ihre Arbeit aufnehmen wird, ist die Voraussetzung für eine leistungsstarke flächendeckende Präventionsarbeit geschaffen worden.

Für Drogenabhängige, die zuvor nur unzureichend vom bestehenden Hilfesystem erreicht werden konnten, hat sich als weiterer Baustein der Drogenhilfe die Einrichtung von Drogenkonsumräumen in Berlin bewährt. Die inzwischen abgeschlossene Evaluation hat den Erfolg dieser Maßnahme bestätigt. – - -

Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz
Telefon: 9028-2743
E-Mail: pressestelle@sengsv.verwalt-berlin.de