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Zwischenbericht zum Gedenkkonzept Berliner Mauer

Pressemitteilung vom 20.09.2005

Aus der Sitzung des Senats am 20. September 2005:

Auf Vorlage des Senators für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Dr. Thomas Flierl, hat der Senat einen Zwischenbericht über den Sachstand des Gedenkkonzeptes Berliner Mauer und erste Maßnahmen zur Umsetzung dieses Konzeptes zur Kenntnis genommen.

Kernpunkt ist die Sicherung der Grundstücke im ehemaligen Mauerstreifen an der Südseite der Bernauer Straße für die Gedenkstätte und eine geplante Erinnerungslandschaft vom Nordbahnhof bis zum Mauerpark. Dazu hat der Senat heute eine Vorlage von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer über die Feststellung der außergewöhnlichen stadtpolitischen Bedeutung für Teile des ehemaligen Mauerstreifens entlang der Bernauer Straße zwischen Gartenstraße (Nordbahnhof) und der Schwedter/Eberswalder Straße (in der Nähe des Mauerparks) zur Kenntnis genommen. Die Beschlussfassung erfolgt nach Stellungnahme durch den Rat der Bürgermeister. Damit kann der Senat die erforderliche Aufstellung eines Bebauungsplans an sich ziehen und erreichen, dass dieser letzte innerstädtische Mauerstreifen als Dokument der Mauergeschichte in Berlin für die Zukunft gesichert werden kann.

Das Gedenkkonzept Berliner Mauer sieht vor, die Grundstücke an der Bernauer Straße zwischen Gartenstraße und Ackerstraße in die Gedenkstätte zu integrieren. Hier soll der Opfer in angemessener Form gedacht und die Geschichte des Ortes wie auch der Berliner Mauer in einer Freiluftpräsentation erzählt werden. Im Bereich des Nordbahnhofs und an der Bernauer Straße entsteht zwischen Ackerstraße und Brunnenstraße auf den künftig gesicherten Freiflächen eine Erinnerungslandschaft. Auf dem Abschnitt zwischen Brunnenstraße und Mauerpark soll künftig eine Randbebauung zugelassen werden. Dabei ist vorgesehen, den Postenweg zu erhalten und zugänglich zu machen.

Weiterhin will der Senat im Vorgriff auf die Konkretisierung des Gesamtkonzeptes Berliner Mauer drei Gestaltungsaufgaben auf den Weg bringen. Dabei geht es erstens um die Ausgestaltung des künftigen Bahnhofes Brandenburger Tor, bei der die wechselvolle Geschichte des Bauwerkes und seiner Umgebung unter besonderer Berücksichtigung der Zeit seit 1945 in großflächigen Bildern und ergänzenden Texten dargestellt und auf die Orte zur Mauergeschichte in Berlin verwiesen werden soll. Zweitens wird es künftig ein einheitliches Logo und einheitliche Erscheinungsformen für alle Mauerorte in der Stadt geben, mit deren Hilfe sich Besucher in der Stadt orientieren können. Darüber hinaus ist ein Internetangebot unter berlin.de mit interaktiver Karte zur Berliner Mauer geplant. Dort wird man alle Informationen zum Thema abrufen und mit allen weiterführenden Informationen verlinkt werden können. Das Logo soll künftig auch als „Gütesiegel“ nach definierten Grundsätzen an Dritte vergeben werden, um damit qualifizierte Angebote zum Thema Berliner Mauer zu kennzeichnen. Drittens wird ein Gestaltungskonzept für die neue Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße auf den genannten Freiflächen auf den Weg gebracht.

Nach umfangreichen Abstimmungen mit den betroffenen Verwaltungen, Initiativen und sonstigen Beteiligten sowie der daraus folgenden konzeptionellen Feinarbeit soll das Gesamtkonzept Berliner Mauer zum 15. Dezember 2005 dem Abgeordnetenhaus vorgelegt werden. – - -

Rückfragen:
Sprecher der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur
Telefon: 90228-203
E-Mail: pressestelle@senwfk.verwalt-berlin.de