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Wowereit: FreiwilligenPass soll Berlinerinnen und Berliner zu bürgerschaftlichem Engagement ermutigen

Pressemitteilung vom 09.09.2005

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, präsentierte auf einer Pressekonferenz am 9. September 2005 im Roten Rathaus den Berliner FreiwilligenPass und übergab die zwei ersten Exemplare an langjährig verdiente ehrenamtlich Tätige.

Wowereit: „Immer mehr Menschen engagieren sich in Berlin für ihre Nachbarschaft, in der Selbsthilfe, im Verein, in einer Bürgerinitiative oder in einem Förderkreis für einen guten Zweck. Mit dem Berliner FreiwilligenPass soll dieses Engagement dokumentiert und gewürdigt werden und noch mehr Berlinerinnen und Berliner zu bürgerschaftlichem Engagement ermutigen.“

Das Abgeordnetenhaus hatte den Senat aufgefordert, gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren des bürgerschaftlichen Engagements die Einführung eines FreiwilligenPasses zum Nachweis freiwilliger bürgerschaftlicher und ehrenamtlicher Tätigkeit zu prüfen.

Der Senat hat beschlossen, einen Berliner FreiwilligenPass mit zwei Komponenten einzuführen: einem Nachweis für freiwilliges bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement sowie einer Dokumentation der Teilnahme an besonderen Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen. An der Erarbeitung des Konzepts haben zahlreiche freiwillig Engagierte und hauptamtliche Kräfte aus Vereinen und Verbänden mitgewirkt und ihre Erfahrungen eingebracht.

Künftig können den FreiwilligenPass Organisationen und Einrichtungen ausstellen, die dafür in einem kurzen, unbürokratischen Verfahren anerkannt wurden. Für die Anerkennung ist eine Arbeitsgruppe des Senats mit erfahrenen Akteurinnen und Akteure im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements unter Leitung der Senatskanzlei verantwortlich. Der Kreis derjenigen, die den FreiwilligenPass ausstellen können, soll schrittweise auf alle Engagementfelder ausgeweitet werden. Die betreffenden Personen erhalten eine Anleitung zum qualifizierten Ausstellen des Nachweises.

Ein besonderes Merkmal der Berliner Lösung ist die niedrige Altersgrenze mit zwölf Jahren, die auch engagierten Schülerinnen und Schülern den Erwerb des Berliner FreiwilligenPasses ermöglicht.

Mit der auf 80 Stunden regelmäßigen Engagements innerhalb eines Jahres oder auf 200 Stunden in kurzfristigeren Projekten festgelegten Mindesteinsatzdauer soll eine Anerkennungsform geschaffen werden, die gleichberechtigt neben langjährigem Engagement auch projektbezogene Einsätze und temporäres Engagement würdigt.

Da sich europaweit Online-Bewerbungen als Standard für ausgeschriebene Ausbildungs-, Studien- und Arbeitsplätze immer schneller durchsetzen, wird der Berliner FreiwilligenPass den beteiligten Trägerorganisationen nicht nur in Papierform, sondern auch als geschütztes elektronisches Dokument zum Download im Internet angeboten.

Der Berliner FreiwilligenPass wird europafähig gestaltet, damit er als Dokument bei Bewerbungen um Arbeits-, Ausbildungs-, Schul- und Studienplätze auch in den „Europass“ eingelegt werden kann, der seit 1. Januar 2005 europaweit in 31 Staaten als persönliches Kompetenzdokument eingeführt wird.

Bei der Erarbeitung des Konzepts für den FreiwilligenPass wurden die Erfahrungen anderer Länder ebenso berücksichtigt wie die Beschlüsse der deutschen und der europäischen Bildungs- und Jugendminister/innen, die sich für die Einführung von Nachweisen auch für nicht-formell und informell erworbene Schlüsselkompetenzen einsetzen und das freiwillige bürgerschaftliche Engagement insbesondere auch von Jugendlichen fördern wollen.
Der Berliner Senat wird bei der Einführung des FreiwilligenPasses vom Nationalen Europass Center (NEC) InWEnt gGmbH, Köln, sowie von der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland unterstützt.

Hinweis an Medienvertreter: Zum Abschluss einer Pilotphase werden die ersten Berliner FreiwilligenPässe am 10. September 2005, 17.00 Uhr, während einer Feierstunde anlässlich des 5. Berliner Freiwilligentages im Berliner Rathaus, Festsaal, gemeinsam vom Beauftragten für Bürgerschaftliches Engagement, Staatssekretär André Schmitz, und von der Senatorin für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz, Dr. Heidi Knake-Werner, an über 120 engagierte Bürgerinnen und Bürger aus 37 Organisationen überreicht.

Bereits 16.30 Uhr begrüßt Staatssekretär Schmitz in seinem Amtszimmer die amerikanische Bürgerrechtlerin Theresa Amato, Gründerin der Bürgerrechtsorganisation “Citizen Works“ (Fototermin), die auf der Veranstaltung zum Freiwilligentag sprechen wird. Am 11. September hält Theresa Amato in der Marienkirche die diesjährige „Martin-Luther-King-Rede“ unter dem Titel „Dem Unrecht gewaltlos widerstehen“. – - – - -

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