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Strukturreform in der Jugendhilfe in vollem Gange

Pressemitteilung vom 05.07.2005

Aus der Sitzung des Senats am 5. Juli 2005:

Der Senat hat auf Vorlage des Senators für Bildung, Jugend und Sport, Klaus Böger, einen Bericht an das Abgeordnetenhaus über den Stand der Umsetzung des Leitbildes für die Berliner Jugendämter beschlossen.

Das neue „Leitbild Jugendamt“ stellt fachliche und rechtliche Grundlagen für die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe im Land Berlin dar. Ziel ist es, die Arbeit der Jugendämter auf Kernaufgaben, die Planung, Steuerung, Finanzierung, zu konzentrieren und das fachliche Controlling der Jugendhilfe zu qualifizieren.

Im Bericht werden einerseits die Aktivitäten der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport und andererseits der einzelnen bezirklichen Jugendämter dargestellt. Es handelt sich um eine Momentaufnahme eines umfangreichen Prozesses, der verschiedene Projekte der Kinder- und Jugendhilfe in Berlin umfasst, zum Beispiel:

 Einführung der Sozialraumorientierung (Projekt SRO). Ziel ist eine Änderung der bisherigen Rolle der Jugendhilfe. Fördern und Unterstützen haben Vorrang vor Versorgen und Betreuen. Das Jugendamt nimmt die Gesamtverantwortung für die Jugendhilfe wahr und trägt die Gewähr für die erforderlichen Leistungen. Das Jugendamt der Zukunft wird seine Arbeit und Dienste weitestgehend regionalisieren und rückt die Jugendhilfe damit näher an die Lebenswelt ihrer Nutzer. Die im Vorläuferprojekt begonnenen Prozesse zur fachlichen Umsteuerung der „Hilfe zur Erziehung“ haben schon zu erheblichen Ausgabenreduzierungen geführt. Diese Erfahrungen mit einer sozialräumlich orientierten Jugendhilfe sind bereits in einige Ausführungsvorschriften eingeflossen und stellen fachliche Orientierungslinien für die Entwicklung in den Jugendämtern dar.
 Entwicklung der integrierten Software Berliner Jugendhilfe zur fachlichen Steuerung, zur einheitlichen Datenerfassung und zum Finanzcontrolling auf Bezirks- und Senatsebene. Seit April 2005 werden z. B. die Vergabe und Bescheiderteilung für die Hortbetreuung über eine zentrale Software verwaltet.
 Übertragung von städtischen Kindertagesstätten an freie Träger. Ziel ist eine Pluralität von Trägern. Seit 2002 sind bereits 129 Einrichtungen mit mehr als 16.000 Plätzen übertragen worden.
 Bildung von Eigenbetrieben. Ziel ist es, dass sich die Verwaltung auf Steuerungs- und Finanzierungsaufgaben konzentrieren soll. Als Erste werden die Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte einen gemeinsamen Eigenbetrieb gründen; in allen anderen Bezirken laufen die Vorbereitungen.
 Neustrukturierung der Erziehungs- und Familienberatung. Diese ist weitgehend abgeschlossen.

Insgesamt zeigt der Bericht, dass die notwendigen Reformen der Berliner Jugendhilfe sowohl auf Landes- als auch Bezirksebene erfolgreich vorangetrieben werden. – - -

Rückfragen:
Sprecher der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport
Telefon: 9026-5843
E-Mail: Briefkasten@senbjs.verwalt-berlin.de