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André Schmitz und Dr. Hilde Schramm geben Pressekonferenz zur Zwangsarbeiter-Hilfe des Vereins "Kontakte-Kontakty e.V."

Pressemitteilung vom 29.04.2005

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Das Thema „Zwangsarbeiterentschädigung“ gilt scheinbar als erledigt, nachdem die Auszahlungen aus der Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ)“ an Berechtigte durch die Partnerorganisationen nahezu abgeschlossen sind. Neben der großen Anzahl Leistungsberechtigter gibt es aber weitere Zwangsarbeiter und NS-Opfer in Osteuropa, die auf Grund des Stiftungsgesetzes keine Leistungen von der EVZ erhalten können. Dazu gehören Personen, die ihre Zwangsarbeit nicht nachweisen können oder die Antragsfrist versäumt haben, sowjetische Kriegsgefangene, die Zwangsarbeit verrichten mussten, oder rassische Verfolgte, die versteckt lebten. Dieser Personenkreis steht im Zentrum der Hilfsarbeit des Vereins „Kontakte-Kontakty e.V.“, Verein für Kontakte zu Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Für diese NS-Opfer hat der Verein bis heute Spendengelder in Höhe von rund 750.000 Euro eingeworben.

Der Chef der Senatskanzlei, Staatssekretär André Schmitz, und die Vereinsvorsitzende Dr. Hilde Schramm werden die erfolgreiche Arbeit des Vereins bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, 4. Mai 2005, um 11.00 Uhr im Pressezimmer (Raum 319) des Berliner Rathauses vorstellen (Fototermin). Weitere Gesprächspartner sind Prof. Pavel Poljan, Historiker und Autor des Buches „Deportiert nach Hause – Sowjetische Kriegsgefangene im ‚Dritten Reich‘ und ihre Repatriierung“, sowie Viktor J. Katzpowskij, überlebender jüdischer Kriegsgefangener und Autor des Buches „Der lebenslange Weg“.

An der Pressekonferenz nehmen auch zwölf ehemalige sowjetische Kriegsgefangene aus Armenien, Belarus, Russland und aus der Ukraine teil. Diese ehemaligen Zwangsarbeiter wird der Chef der Senatskanzlei noch einmal bei einem gesonderten Empfang am Montag, 9. Mai 2005, um 17.00 Uhr im Säulensaal des Berliner Rathauses begrüßen (Fototermin).

Nähere Informationen bei Kontakte-Projektleiter Eberhard Radczuweit, Tel. 030/7870 5288, oder im Internet unter [[http://www.kontakte-kontakty.de|www.kontakte-kontakty.de]].
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Rückfragen:
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