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Strukturplan der Berliner Hochschulen

Pressemitteilung vom 19.04.2005

Aus der Sitzung des Senats am 19. April 2005:

Der Senat hat auf Vorlage des Senators für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Dr. Thomas Flierl, einen Bericht über die Strukturplanungen der Hochschulen beschlossen. Die Vorlage wird dem Abgeordnetenhaus zugeleitet.

Der Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur hat sich für die Strukturplanung mit den Hochschulen auf ein Verfahren nach dem Gegenstromprinzip verständigt, in dem die übergreifenden Zielsetzungen mit den Planungsprozessen der Hochschulen verknüpft wurden. Unter Beachtung der politischen Leitlinien entwickelten die Hochschulen ihre Planung selbstständig und Abstimmung untereinander. Inhaltlich waren folgende Ziele leitend:

 Komplementarität und Profilbildung in der Struktur der Hochschulen,
 Weiterentwicklung von profilbildenden Schwerpunkten in der Forschung,
 Rechtfertigung von Mehrfachangeboten durch inhaltliche Profilierung, besondere Qualität oder interdisziplinäre Verzahnung,
 Erhalt der Vielfalt der Fächer, auch der so genannten Kleinen Fächer,
 Gewährleistung einer ausreichenden Zahl von Absolventen für das Lehramt.

Die Hochschulen haben sich der Aufgabe der Strukturplanung mit großer Verantwortung gestellt. Sie haben dabei nicht nur die fiskalischen Vorgaben umgesetzt, sondern auch die politischen Ziele sowie bei aller Wettbewerbsorientierung eine beachtliche Abstimmung untereinander erreicht.

Grundlage für die Strukturplanungen war die Reduzierung des Hochschulplafonds um 75 Mio. Euro bis zum Jahr 2009. Die nominale Reduzierung um 75 Mio. Euro bedeutete insbesondere auf Grund des Anwachsens der Versorgungslasten, dass die drei großen Universitäten strukturelle Maßnahmen im Umfang von 98 Mio. Euro treffen mussten. Die Einsparsumme wurde anteilig unter Beachtung der Fächerstruktur im Bundesvergleich umgelegt, wobei besondere Belastungs- und Entlastungstatbestände berücksichtigt wurden.

Diese Zuschussminderung führt nach den Planungen zu einer Reduzierung der Zahl der Professuren von gegenwärtig 1089 auf 873 an den drei Universitäten (ohne Hochschulmedizin). Diese Reduzierung wirkt sich auf die Anzahl der von den Universitäten angebotenen Studienplätze aus. Ein Ausgleich erfolgt durch den gleichzeitigen Ausbau der Fachhochschulkapazitäten (Fachhochschulstrukturfonds). Zusammen mit weiteren Maßnahmen des Landes Berlin werden jedoch im Jahr 2009 mindestens 84.000 Studienplätze bereitgestellt werden können.

Mit ihren Strukturplanungen haben die Hochschulen, vor allem die Universitäten, die strukturelle Planungsgrundlage für die Laufzeit der Hochschulverträge 2006 bis 2009 gelegt. Diese Leistung rechtfertigt Vertrauen in Umsetzungskompetenz und –kraft. Zugleich muss das Hochschul- und Wissenschaftssystem weiterentwickelt werden, um künftig kontinuierlich Anpassungsleistungen an Veränderungen und Herausforderungen von Wissenschaft, Studierenden, Gesellschaft und Wirtschaft erbringen zu können. – - -

Rückfragen:
Sprecher der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur
Telefon: 90228-203
E-Mail: pressestelle@senwfk.verwalt-berlin.de